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Attraktive Unternehmen bezahlen nicht nur gut

Wertschätzung am Arbeitsplatz wird immer wichtiger.
Bild: Haufe Online Redaktion

Welche Faktoren sind entscheidend für einen attraktiven Arbeitsplatz? Eine vierteljährliche Befragung stellt fest, dass angemessene Bezahlung nach wie vor vorne liegt – aber auch weiche Faktoren werden den Arbeitnehmern zunehmend wichtiger.

Insgesamt registriert die regelmäßige Umfrage zum Arbeitsklima wenig Bewegung bei den Faktoren, die die Attraktivität eines Arbeitsplatzes ausmachen. Genau wie im letzten Quartal 2012 rangiert im ersten Quartal 2013 mit 67 Prozent der Nennungen die "angemessene Bezahlung" auf Platz eins, gefolgt von den Faktoren "Wertschätzung der geleisteten Arbeit" (56 Prozent), "Aufgabenverteilung und Definition der Kompetenzen und Verantwortungen" (43 Prozent) sowie "flexible Arbeitszeitmodelle" (31 Prozent). Ebenfalls im zweistelligen Bereich der Nennungen positionieren sich die Attraktivitätsfaktoren "gute Sozialleistungen des Arbeitgebers" (23 Prozent), "schnelle und transparente Informationspolitik der Vorgesetzten" (17 Prozent) und die "regelmäßige Weiterbildung und Weiterqualifizierung" (15 Prozent). Weniger wichtig war den Befragten mit nur vier Prozent der Nennungen der Faktor "variable Gehaltsbestandteile, die an individuellen Zielen festgemacht werden".

Die Ergebnisse sind Auszüge aus der vierteljährlichen Arbeitsklima-Index-Befragung des Marktforschungsunternehmens TNS Emnid im Auftrag der Job AG. Das Unternehmen befragt dazu regelmäßig etwa 1.100 ausgewählte berufstätige Frauen und Männer aus allen Regionen, Altersgruppen und Bildungsschichten Deutschlands. 

Wertschätzung für Arbeit wird Beschäftigten insgesamt wichtiger

Den größten Zuwachs von 2012 auf 2013 zeigt im ersten Quartal der Attraktivitätsfaktor "Wertschätzung der geleisteten Arbeit"; er stieg von 49 Prozent auf 56 Prozent. Zwischen Ost und West ließen sich wenige Unterschiede in der Einschätzung der Befragten feststellen. Eine größere Differenz (von sechs Prozentpunkten) ließ sich nur beim Attraktivitätsfaktor der "regelmäßigen Weiterbildung" (Gesamtdurchschnitt: 15 Prozent) erkennen, der im Westen Deutschlands 16 Prozent erhält und im Osten lediglich zehn Prozent. Im Vergleich der Geschlechter gab es einen deutlichen Unterschied bei der Bewertung des Faktors "flexible Arbeitszeitmodelle", den 40 Prozent der Frauen, aber nur 24 Prozent der Männer für besonders attraktiv befinden.

Angemessene Bezahlung vor allem für Arbeiter wichtig

Unter Berücksichtigung der Altersgruppen der befragten Berufstätigen zeigt sich unter anderem, dass die Gruppen der 30-39-Jährigen (73 Prozent) und die 50-59-Jährigen (70 Prozent) die Attraktivität der angemessenen Bezahlung überdurchschnittlich hoch einschätzen. Beim Attraktivitätsfaktor "Wertschätzung der geleisteten Arbeit" liegen hingegen die Menschen mit 60 und mehr Jahren mit 65 Prozent der Nennungen über dem Durchschnitt (56 Prozent). Im Vergleich der Berufsgruppen fiel beim Faktor "angemessene Bezahlung" auf, dass dieser für Arbeiter (72 Prozent) deutlich über dem Durchschnitt (67 Prozent) liegt. Gleiches gilt für sie beim Faktor "Wertschätzung", wo ebenfalls mit 60 Prozent der Durchschnittswert von 56 Prozent übertroffen wird. Für Selbstständige, Freiberufler und Landwirte war die Wertschätzung der Arbeit mit 59 Prozent wichtiger als der Durchschnitt (56 Prozent). Bei den "flexiblen Arbeitszeitmodellen" weichen sie sogar elf Prozentpunkte vom Durchschnittswert (31 Prozent) nach oben ab. Für Beamte hingegen liegt mit 56 Prozent der Nennungen der Faktor "Aufgaben- und Kompetenzverteilung" auf Platz eins für Attraktivität (Durchschnittswert 43 Prozent).

Schlagworte zum Thema:  Motivation, Zufriedenheit, Arbeitsklima

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