Junge Menschen arbeiten so viel wie lange nicht mehr
Das häufig transportierte Bild in der öffentlichen Diskussion sieht in etwa so aus: Junge Leuten schielen nur auf ihre Work-Life-Balance, zeigen kein Engagement und lassen sich nur noch auf eine Viertagewoche ein. Das gängige Klischee richtet sich insbesondere gegen die sogenannte Gen Z, also die ab 1995 oder später Geborenen.
Beteiligen sich die Menschen dieser Altersgruppe tatsächlich schwächer am Arbeitsmarkt als früher? Das haben Forschende des IAB auf Grundlage von Daten des Mikrozensus, der Bundesagentur für Arbeit und der Bevölkerungsstatistik des Statistischen Bundesamtes analysiert - und das Gegenteil herausgefunden.
Drei von vier der 20- bis 24-Jährigen sind erwerbstätig
So ist die Erwerbsbeteiligung der 20- bis 24-Jährigen seit 2015 überdurchschnittlich um mehr 6 Prozentpunkte auf rund 76 Prozent gestiegen. 2015 ist dabei das Jahr, in dem der erste Jahrgang der Generation Z in die Altersgruppe der 20- bis 24-Jährigen vorrückte. In den Jahren 1995 bis 2015 war die Erwerbsbeteiligung dieser Altersgruppe dagegen konstant gesunken.
Im Vergleich: Die Erwerbsbeteiligung der 25- bis 64-Jährigen hat im gleichen Zeitraum ihren langfristigen Aufwärtstrend fortgesetzt und ist um 2,8 Prozentpunkte auf fast 87 Prozent gestiegen. Damit fällt der Anstieg deutlich geringer aus als bei den Jungen. Die Erwerbsbeteiligung der 20- bis 24-Jährigen ist laut IAB-Studie heute so hoch wie zuletzt Mitte der 1990er-Jahre – und dies, obwohl deutlich mehr Menschen studieren.
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