09.07.2015 | HR-Start-up

Careerdate: Authentische Treffen online vereinbaren

Die Gründer des Start-ups Careerdate (von links): Davide Disisto, Johnny Mell­gren und Christoph Skrobol.
Bild: Careerdate

Start-ups mit klugen, digitalen Produkten und Dienstleistungen für HR schießen allerorts aus dem Boden. Das Personalmagazin stellt sie in einer Serie vor. Heute: Careerdate, eine Online-Plattform, über die sich Bewerber und Mitarbeiter zu persönlichen Treffen verabreden können.

Wer hat das Start-up gegründet?

Die Karriereplattform Careerdate wurde Ende 2013 von Christoph Skrobol (30), Johnny Mell­gren (35) und Davide Disisto (29) gegründet. Alle drei blicken auf unterschiedliche Werdegänge zurück. Christoph hatte bereits fünf Jahre mit HR-Themen in der DACH-Region gearbeitet und beschäftigte sich insbesondere mit Marktforschung im Bereich Kandidatenanforderungen. Johnny leitete zuvor ein kleines IT-Beratungsunternehmen in Stockholm und Davide arbeitete als Freelancer im Bereich Digital Marketing und Design.

Was ist die Idee von Careerdate?

Im Bewerbungsverfahren wird der "Cultural Fit" der Kandidaten immer wichtiger. Unternehmen sollten daher einen realistischen Einblick in die interne Kultur bieten. Was wäre da authentischer als Leute zu treffen, die bereits im Unternehmen arbeiten und aus erster Hand über Arbeitsbedingungen, Vorgesetzte und das Miteinander berichten können? Careerdate ist eine Plattform, über die sich Bewerber und Mitarbeiter zu persönlichen Treffen verabreden können. Das kann ein Lunch, ein After-Work, eine Werksführung oder ein Vier-Augen-Gespräch im Rahmen einer Messe sein. Careerdate ist also eine Art „Karriere-Dating-Portal“. Als Unternehmen schließt man ein Jahresabo ab und kann dann sogenannte „Career­dates“ im Netzwerk platzieren, auf welche sich Kandidaten bewerben können. Der Ansatz richtet sich an alle, die sich ein Kennenlernen außerhalb von Jobinterviews vorstellen können. Personaler und Mitarbeiter der Fachabteilungen werden mit Careerdate zu Botschaftern der Arbeitgebermarke.

Wie war die Entwicklungszeit?

Mittels Crowdfunding-Kampagne konnten wir zu Beginn 15 Unternehmen als Pionier­kunden gewinnen. Auf Basis ihres Feedbacks ist die erste Version von Careerdate im Mai 2014 live gegangen. Seitdem entwickeln wir die Plattform kontinuierlich weiter und versuchen dabei so marktnah wie möglich zu bleiben.

Was soll noch geändert werden?

Unser Ideal ist die Einfachheit: Offline-Treffen sollen unkompliziert verabredet werden können. Diesen Prozess gilt es kontinuierlich zu optimieren. Zurzeit kann lediglich die Unternehmensseite "Careerdates" initiieren. Künftig werden auch Bewerber selbst den ersten Schritt machen können. 

Was können etablierte Unternehmen von Ihnen lernen?

Drei Dinge unterscheiden uns von vielen etablierten Unternehmen: Fehlerkultur, Geschwindigkeit und Pragmatismus. Um Ideen lange zu diskutieren und abzuwägen, fehlen die Ressourcen – man probiert Dinge einfach aus und geht damit ein größeres Risiko ein. Es geht auch einmal was schief, aber gerade das ist elementar für Innovation. Den Mut zum Scheitern könnten Unternehmen sicherlich von Start-ups lernen.


Hinweis: Screenshots von Careerdate finden Sie in der aktuellen Ausgabe des Personalmagazins und in der Personalmagazin-App. Die Personalmgazin-App können Sie hier auf Ihr Tablet herunterladen.

Weitere HR-Start-ups der Serie:

Talentrocket, ein Online-Portal, auf dem Jura-Studenten und Arbeitgeber zusammentreffen.

Voito, eine Online-Plattform, die Unternehmen und Personaldienstleister zusammenbringt.

Schlagworte zum Thema:  Recruiting, Bewerbung, Personaldienstleister

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