Frauenanteil in Führungspositionen steigt
Ein sehr optimistisches Bild zeichnet eine aktuelle Studie der Unternehmensberatung Mercer. Dieser Erhebung zufolge könnten bereits in weniger als zehn Jahren in den Vorständen fast 50 Prozent Frauen sitzen. Für die Studie wurden 164 Unternehmen weltweit befragt. Basierend auf den derzeitigen Beförderungs- und Fluktuationsraten würde der Frauenanteil in Vorstandspositionen in Europa und Ozeanien von heute 18 Prozent auf voraussichtlich bis zu 47 Prozent im Jahr 2024 steigen. Im Vergleich dazu würde sich der Anteil in Nordamerika im selben Zeitraum kaum merklich erhöhen, und zwar nur von 24 auf 26 Prozent.
Sind Frauen erst in 50 Jahren zu gleichem Anteil vertreten?
Eine weniger optimistische Prognose ergeben die aktuellen Zahlen des Deutschen Instituts für Wirschaftsforschung (DIW), die sich - im Gegensatz zur globalen Betrachtung der Mercer-Studie - allerdings auch nur speziell auf die Entwicklung in Deutschland beziehen. DIW-Forschungsdirektorin Elke Holst bezeichnet das Wachstum des Frauenanteils hierzulande als "Ritt auf der Schnecke": Gehe es im Tempo der vergangenen drei Jahre weiter, seien Männer und Frauen in Aufsichtsräten erst in 15 Jahren gleich vertreten, in Vorständen erst in 56 Jahren.
Nur jeder 20. Vorstandsposten mit einer Frau besetzt
Konkret lag der Frauenanteil in den Vorständen der 200 größten deutschen Unternehmen Ende 2014 bei 5,4 Prozent und damit einen Prozentpunkt höher als ein Jahr zuvor. In den Aufsichtsräten wuchs er um 3,3 Prozentpunkte auf 18,4 Prozent. Immerhin sind Frauen heute mehr als vier mal so stark in Vorständen vertreten wie bei der ersten Auflage des DIW-Managerinnen-Barometers im Jahr 2006, in Aufsichtsräten haben Frauen ihren Anteil seitdem sogar mehr als verdoppelt.
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