Transparente Vorsorgekosten wichtiger als Rendite
Die Deutschen sehen den Wert einer betrieblichen Altersversorgung (bAV) deutlich: 51 Prozent der in einer Umfrage der KAS Banken Befragten halten die bAV für gut oder sehr gut geeignet, um eine ausreichende Vorsorge im Alter zu gewährleisten. Noch etwas stärker schneidet allerdings die private Vorsorge mit 61 Prozent ab, während die gesetzliche Rente lediglich von 15 Prozent der Deutschen als geeignete Altersvorsorge eingestuft wird. Entsprechend würde fast jeder zweite Befragte (47 Prozent) die betriebliche Altersvorsorge künftig gerne stärker gewichten, wenn dies möglich ist.
Kostentransparenz der bAV wichtiger als Rendite
Dabei ist der mit Abstand vorrangigste Aspekt die Kostentransparenz der bAV: 86 Prozent aller Befragten stufen transparente Kosten bei der Entscheidung für eine Altersversorgung als sehr wichtiges oder wichtiges Kriterium ein. Die Rendite oder hohe Wertsteigerungen sind dagegen nur für 70 Prozent entscheidend, besonders bei Personen mit unterdurchschnittlichem Haushaltsnettoeinkommen spielt die Rendite eine untergeordnete Bedeutung. Dass die Beiträge der betrieblichen Altersvorsorge nachhaltig, ökologisch und sozial investiert werden, ist nur für knapp die Hälfte der Befragten (47 Prozent) relevant.
bAV für Arbeitnehmer wichtiger als Dienstwagen
Die betriebliche Altersvorsorge nimmt auch einen extrem hohen Stellenwert bei der Wahl des Arbeitgebers und der Attraktivität eines Arbeitsplatzes ein: 72 Prozent der Deutschen sehen eine bAV als wichtig oder sehr wichtig bei der Wahl eines Arbeitgebers an. Damit rangiert die betriebliche Altersvorsorge deutlich vor vermögenswirksamen Leistungen (57 Prozent), einem Jobticket (35 Prozent) oder einem Dienstwagen (20 Prozent). Lediglich das Arbeitsentgelt hat erwartungsgemäß einen noch höheren Einfluss auf die Attraktivität des Arbeitsplatzes.
Hinweis: Wie die betriebliche Altersversorgung mit neuen Denkansätzen und modernen Konzepten von Arbeitgebern gewinnbringend genutzt werden kann, lesen Sie in unserem neuen bAV-Spezial, das der Augabe 11/2015 des Personalmagazins beiliegt.
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