Wo die Einstellungsbereitschaft am größten ist
Nur noch neun Prozent der Unternehmen in Deutschland rechnen damit, dass sie im Zeitraum Juli bis September 2014 neue Mitarbeiter einstellen werden. Das sind zwei Prozentpunkte weniger als im Vorquartal. Unveränderte drei Prozent planen einen Personalabbau, 86 Prozent gehen von keinerlei personellen Veränderungen aus, so die Prognosen des Manpower Arbeitsmarktbarometers.
Einen Einbruch der Einstellungsbereitschaft sehen die Studienautoren jedoch nicht: "Es gibt aus einigen Branchen positive Signale - etwa aus der Braubranche, die den stärksten Wert seit 2008 zeigt, und auch aus der Industrie", sagt Herwarth Brune, Vorsitzender der Geschäftsführung der Manpower Group Deutschland.
Schlechte Jobaussichten in Energiebranche und Landwirtschaft
Während das Baugewerbe mit zehn Prozent einstellungsbereiter Unternehmen stark bleibt, schwächelt allerdings die Energiebranche: Die deutschen Strom-, Gas- und Wasserversorger rechnen mit mehr Entlassungen als Neueinstellungen, das Arbeitsmarktbarometer fällt von sechs Prozent auf minus zwei Prozent. Und auch in der Landwirtschaft sinkt trotz der bevorstehenden Erntezeit die Einstellungsbereitschaft in der Landwirtschaft stark (von drei auf minus sieben Prozent).
Neueinstellungen geplant in Frankfurt, München und Berlin
Nach Regionen untersucht ist die Einstellungsbereitschaft in Deutschlands Metropolen am größten, vor allem in Frankfurt mit einer Zunahme von sieben auf 14 Prozent. Einen Zuwachs an Jobchancen gibt es auch in München, hier planen, ebenso wie in Berlin, zehn Prozent der Arbeitgeber Neueinstellungen.
Einstellungsbereitschaft in Griechenland
Im europäischen Vergleich zeigen vor allem die Arbeitgeber in Griechenland weiter steigendes Beschäftigungsinteresse. Das Arbeitsmarktbarometer steigt im Vergleich zum laufenden Quartal um drei Prozentpunkte und liegt nun bei acht Prozent. In der gesamten Region wird dies nur von Ungarn und Rumänien übertroffen (beide neun Prozent). Auch in Großbritannien verbessern sich die Jobaussichten weiter, der Saldo liegt dort nun ebenfalls bei acht Prozent.
In Italien dagegen dauert die Krise an (minus acht Prozent). Spanien bleibt knapp im positiven Bereich (zwei Prozent), die Arbeitgeber sind dort etwas optimistischer als in Frankreich (minus ein Prozent).
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