07.03.2013 | Psychologie in der Arbeitswelt

Warum werden Vorschriften nicht eingehalten?

Wie können Mitarbeiter unterstützt werden, die richtig Wahl zu treffen?
Bild: Haufe Online Redaktion

Auch gute und fleißige Mitarbeiter drücken schon einmal ein Auge zu, wenn es um die Arbeitssicherheit geht. Doch was verleitet sie dazu, auf Persönliche Schutzausrüstung zu verzichten, eine Maschine zu manipulieren oder die eigenen Kräfte zu überschätzen?

Die Broschüre Psychologie in der Arbeitssicherheit der Unfallkasse Post und Telekom (UK PT) erklärt lebendig und humorvoll, was das menschliche Verhalten beeinflusst, warum wir uns nicht an Vorschriften halten und warum wir bei der Arbeit Fehler machen.

Warum kann es zu einem Unfall kommen, wenn wir uns an Vorschriften halten?

Die Broschüre verdeutlicht, dass es auch zu einem Unfall kommen kann, wenn alle Vorschriften eingehalten werden. Aber warum ist das so? Zentral ist unter anderem die Aussage: „Sicheres Verhalten wird dann möglich, wenn die Mitarbeiter wissen und nachvollziehen können, warum sie etwas tun oder nicht tun sollen.“

Vorschriften sind nur ein Sicherheitsfaktor

Manchmal sind sie vielleicht aber auch veraltet. Ein anderes Mal wird eine Vorschrift nicht eingehalten, weil der Mitarbeiter dann Erwartungen und Ansprüche nicht erfüllen kann, zum Beispiel eine Zeitvorgabe. Dann müssen entweder die Vorgaben oder die Regeln geändert werden.

Warum werden Vorschriften nicht eingehalten?

Die Broschüre deckt auf und erklärt, welche Gründe es gibt, dass sich Mitarbeiter nicht an Vorschriften halten. Sie gibt Hinweise darauf, wie man als verantwortliche Führungskraft den Mitarbeitern vermitteln kann, aus Fehlern zu lernen. Es wird auch thematisiert, wie man auf das Verhalten der Mitarbeiter am besten einwirken kann, so dass sie selbst auf ein sicheres Verhalten Wert legen.

Humorvoller Einstieg

Die Broschüre über die Psychologie in der Arbeitssicherheit, „Warum verhalten wir uns so, wie wir uns verhalten?“ ist psychologisch gut gestaltet, lesenswert und praxistauglich. Ansprechend sind schon die Überschriften der einzelnen Kapitel. Es sind Sätze, die jeder schon einmal gehört hat, wie etwa:

„Wer bremst, verliert“,
„Das hab ich übersehen“.

Jedes Kapitel beginnt zudem mit Karikaturen und überspitzten Situationsbeschreibungen. So kommt einem das Ganze bekannt vor und gleichzeitig kann man sich davon distanzieren. Es macht neugierig auf die fachlichen Erklärungen und vor allem auf die Praxistipps.

Schlagworte zum Thema:  Unfall, Unfallverhütung, Psychologie, Unfallanalyse, Compliance

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