Sicherer Tritt beim Treppensteigen
Untersuchungen der Berufsgenossenschaft für den Einzelhandel zeigen, dass bei 82 % der Treppenunfälle weder Verschmutzung noch schadhafte Stellen an der Treppe die Unfallursache waren. Die Ursache aber nur in Unachtsamkeit, ungeschicktem Verhalten oder mangelnder Konzentration zu sehen ist zu einseitig gedacht.
Treppe muss ausreichend breit für ein sicheres Gefühl sein
Eine funktionelle und sichere Treppe kennzeichnet sich durch ausreichende Laufbreite und ausgewogene Stufen. So müssen Treppen zu ständigen Arbeitsplätzen sowie baurechtlich notwendige Treppen mindestens 1,0 m breit sein. Sind sie Flucht- oder Rettungsweg müssen besondere Bestimmungen eingehalten werden.
Treppensteigen funktioniert ohne Nachdenken
Bei kleinen Kindern kann man beobachten, wie komplex die Bewegung des Treppensteigens ist und wie schnell man dabei aus dem Gleichgewicht kommen kann. Durch das ständige Üben des Auf- und Abgehens entwickelt sich ein Automatismus. Dieser erleichtert das Begehen einer Treppe. Bereits nach wenigen Stufen haben sich Gehirn und Körper auf die jeweilige Treppe eingestellt. Am einfachsten fällt das bei einer bestimmten Höhe und Tiefe der Stufen. Berechnet wird dies anhand von Steigungsverhältnis und Schrittmaßregel.
Treppen: sicherer Tritt, guter Halt
Bei langen Treppen ist ein Ruhepodest einzuplanen. Dieses sollte wiederum so gestaltet sein, dass der Gangrhythmus nicht gestört wird. Trittsichere Bodenbeläge und Handläufe sind Pflicht und erhöhen die Sicherheit.
Freie Sicht auf hell beleuchtete Treppenstufen
Die Beleuchtung wird oft unterschätzt. Sind Leuchten jedoch falsch platziert, wirft sich der Treppensteiger selbst Schatten. Vor allem der Treppenanfang und das Ende müssen ausreichend hell beleuchtet sein. Farblich abgehobene Stufenkanten sind hier sehr hilfreich.
Damit nichts auf der Treppe ablenkt, dürfen hier keine Dekorationsgegenstände stehen. Auch Informationsplakate oder Werbeträger haben im Treppenhaus nichts zu suchen.
Weitere Informationen bietet die Broschüre " Funktionelle, sichere und nutzerfreundliche Treppen" der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA).
Mit der Checkliste "Stolpern, Rutschen, Stürzen" können Sie kontrollieren, ob und welche Stolpergefahren in Ihrem Betrieb vorhanden sind.
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