Handlungshilfe für gesunde Arbeit
Kindertageseinrichtungen wirken bunt, lebendig und fröhlich. Da könnte man fast vergessen, dass die Arbeitsbedingungen selten ein Kinderspiel sind. Im Gegenteil: die physischen und psychischen Belastungen sind hoch. Die Verantwortung für die Gesundheit der pädagogischen Fachkräfte tragen die Leitungen und Träger der Kitas.
Arbeitsschutz auch bei den Kleinen
Gefährdungsbeurteilung und Arbeitsschutz sind im Zusammenhang mit Kindern eher störrische Begriffe. Doch sollte man sich daran nicht stören. Denn dahinter verbirgt sich sehr praxisnahes Denken und Handeln, wie eine aktuelle Broschüre der Unfallkrankenkasse Baden-Württemberg (UKBW) zeigt.
Gefährdungsbeurteilung in der Kita
Zunächst wird ausführlich erklärt, was eine Gefährdungsbeurteilung ist, wie sie durchgeführt wird und welche Vorteile sie bringt. Die Gefährdungsfaktoren sind in zwei Kapitel unterteilt, wobei die psychischen zuerst behandelt werden. Etwa ein Drittel der Broschüre macht der Anhang aus. Damit lässt sich die Theorie in die Praxis übertragen. Außerdem werden Lösungsvorschläge zu einzelnen arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren aufgeführt.
Praxisnah und lösungsorientiert
Vier Problemfelder sind genannt: Arbeitsaufgabe, Arbeitsorganisation, soziale Bedingungen, Arbeitsplatz- und Arbeitsumgebungsbedingungen. Zu diesen Rubriken gibt es zahlreiche Beispiele wie etwa die Daueraufmerksamkeit. Sie kann durch die Aufsichtspflicht oder durch Gefahrensituationen entstehen. Seminare und Training zum Stressmanagement werden als Lösung vorgeschlagen. Oder unter dem Stichwort hoher Zeitdruck wird empfohlen, einen Büroarbeitsplatz zur Verfügung zu stellen, um dort die Vor- und Nachbereitungszeit der pädagogischen Arbeit ausführen zu können.
Die 70-seitige Handlungshilfe "Gesundheit von pädagogischen Fachkräften" der Unfallkrankenkasse Baden-Württemberg (UKBW) enthält viele weitere Beispiele, Checklisten sowie Zeit- und Strukturpläne.
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