10.05.2012 | Forderung der IG BAU

Besserer Arbeitsschutz in der Landwirtschaft

Riskanter Beruf: Landwirt
Bild: Haufe Online Redaktion

Im vergangenen Jahr ereigneten sich 167 tödliche Arbeitsunfälle in der Land- und Forstwirtschaft. Diese hohe Zahl belegt, wie gefährlich die Branche ist. Deshalb fordert die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU), den Arbeits- und Gesundheitsschutz zu verbessern.

Riesige Maschinen fahren über die Felder und durch die Wälder. Während im Forst kleine Tiere wie Zecken gefährlich werden können, sind es auf dem Bauernhof eher die großen wie Rinder oder Pferde. Doch wie in anderen Berufen auch, spielen auch psychische Faktoren wie Zeitdruck eine große Rolle, wenn es um die Gesundheit der Beschäftigten geht. 

Branchenbedingte Gesundheitsrisiken

  • Bedienen von Fahrzeugen und Landmaschinen

  • Umgang mit Motorsägen und Freischneider

  • Zucht, Hege und Pflege von Tieren

  • hohe Arbeitsbelastung während der Erntezeit

  • Heben und Tragen von Lasten

  • Lärm und Vibration

  • Wind und Wetter

  • Arbeiten mit hoher Konzentration

  • saisonal zu kurze Ruhezeiten

Forderung nach Unfallprävention

Die Gewerkschaft fordert vor allem eine bessere Unfallprävention. Hier kommt zum Beispiel in Frage: 

  • Anbringen von Schutzeinrichtungen,

  • Einsatz von Persönlicher Schutzausrüstung (PSA),

  • Aushang von Betriebsanweisungen,

  • sicherheitstechnische Unterweisungen,

  • Schulungen zum sicheren und gesunden Verhalten bei der Arbeit.

Kontrollen durch Arbeitgeber und Behörden

Die Arbeitgeber sind verantwortlich dafür, dass die festgelegten Maßnahmen ausreichend und zu den vorgegebenen Terminen durchgeführt werden. Allerdings sieht die IG BAU es auch als notwendig an, dass die zuständigen Arbeitsschutzbehörden mehr kontrollieren. Nur so lässt sich zum Beispiel überprüfen, ob Arbeitszeiten eingehalten werden und genügend Pausen- und Ruhezeiten stattfinden.

Schlagworte zum Thema:  Arbeitsunfall, Landwirtschaft, Arbeitsschutz

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