19.02.2016 | REACH

Registranten müssen eventuell nachprüfen

REACH: Risiken von Chemikalien bewerten und minimieren
Bild: Haufe Online Redaktion

Die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) will es genau wissen. Deshalb sollen 200 Stoffe, die bereits registriert wurden, nachgeprüft werden. Unternehmen, die davon betroffen sind, erhalten von der zuständigen Behörde eine schriftliche Aufforderung mit der Post.

Durch die Evaluation soll sichergestellt werden, dass Chemikalien nicht nur registriert, sondern auch aktuell bewertet werden können.

Die Stoffe, die nun genau geprüft werden sollen, wurden durch ein IT-Screening-Verfahren ausgewählt.

Ausgewählte Registranten müssen Dossiers nochmal überprüfen

Die ECHA hat fast 1.500 Unternehmen darüber informiert, dass ihr Registrierungsdossier eventuell in nächster Zeit durch die staatliche Behörde überprüft wird. Wer dann von seiner Behörde Post bekommt, wird darin aufgefordert, das Registrierungsdossier noch einmal genau zu überprüfen.

Dabei soll ermittelt werden, ob in den Registrierungsdossiers noch etwas zu ergänzen ist. Außerdem ist auf Mängel in den Dossiers zu achten, damit diese nachgebessert werden können.

REACH-Nachprüfung soll zeigen, ob weitere Verfahren notwendig sind

Mit der Nachprüfung soll u. a. festgestellt werden, ob für einen Stoff weitere Verfahren notwendig sind wie

  • Compliance Check,
  • Stoffbewertung,
  • harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung,
  • Bewertung von Stoffeigenschaften wie PBT, vPvB, ED oder
  • die Durchführung einer Risikomanagementoptionsanalyse.

REACH fordert 5%-Stichprobe

Die ECHA muss laut der REACH-Verordnung mindestens 5 % aller für jeden Mengenbereich eingereichten Registrierungsdossiers prüfen. Die Dossiers werden entweder nach dem Zufallsprinzip oder aufgrund verdachtsgesteuerter Kriterien ausgewählt.

Generell können auch Registranten ihre Registrierungsdossiers überprüfen und mit neuen und/oder einschlägigen Informationen aktualisieren. Ziel ist es, bis 2020 u. a. alle besonders besorgniserregende Stoffe erfasst zu haben, damit sie durch weniger problematische Chemikalien ersetzt werden können.

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Schlagworte zum Thema:  REACH, REACH-Verordnung, Europäische Chemikalienagentur (ECHA), Registrierung

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