| Harter Job und trotzdem zufrieden

Welche Berufe machen glücklich?

Soziale Berufe - arm aber glücklich?
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Zweifeln Sie manchmal daran, den richtigen Beruf gewählt zu haben? Oder gehen Sie zufrieden zur Arbeit und kommen Sie glücklich nach Hause? Wenn ja, sind Sie vielleicht Gärtner, Feuerwehrmann oder Geschäftsführer. Doch dann ist da noch die Frage, wo Sie leben.

Eine europäische Studie hat erfragt, welcher Beruf glücklich macht. Auch die Österreicher und die Amerikaner wollten es wissen. Vergleicht man die Ergebnisse, lässt sich erkennen, dass nicht jeder Beruf in jedem Land gleich glücklich macht. Sollten Sie in Ihrem Beruf hierzulande unglücklich sein, könnten Sie es also einmal im Ausland probieren.

Wie kann man feststellen, ob ein Beruf glücklich macht?

Wissenschaftler, wie der amerikanische Psychologieprofessor Howard Gardner, haben dafür Kriterien formuliert. Sie orientieren sich unter anderem an folgenden Fragen:

  • Ist meine Arbeit sinnvoll?
  • Ist meine Arbeit anerkannt?
  • Wer profitiert von meiner Arbeit?
  • Arbeite ich in einer Umgebung, die ich mag?

Es gibt Berufe, die machen überdurchschnittlich glücklich

Ein hohes Gehalt bedeutet nicht zwangsläufig mehr Glücksgefühl bei der Arbeit. Es sind eher die zwischenmenschlichen Momente, die Glück herbeiführen, dann wenn man anderen hilft, sie etwas lehrt, sich um sie kümmert, sie pflegt oder ihnen etwas Gutes tun kann. Überdurchschnittlich zufrieden sind etwa Ärzte und Zahnärzte, Schönheitspfleger und Wissenschaftler.

Kreativ sein oder helfen macht glücklich

Aber auch Kreative sind mit ihren Jobs oft zufriedener als andere Berufstätige. So sind Architekten, aber auch Floristen oder Friseure sehr zufrieden, auch wenn sie verhältnismäßig wenig verdienen. Erfüllt von guten Gefühlen sind in Europa zudem Gärtner, Floristen und Klempner und in den USA Pfarrer und Feuerwehrmänner.

Andere Länder, andere Maßstäbe, andere Berufe machen glücklich

Im europäischen Vergleich sind rund zwei Drittel der Bauarbeiter glücklich. In Österreich ist dieser Beruf allerdings der unbeliebteste. Schlechte Gesundheitsbedingungen und das hohe Unfallrisiko lassen dort keine Glücksgefühle aufkommen.

Unglücklich sind in Europa Angestellte der IT- und Telekommunikationsbranche, Banker oder Bürohilfen. Allerdings behaupten in Österreich, die Büroangestellten ohne Kundenkontakt die glücklichsten Beschäftigten zu sein, gefolgt von Geschäftsführern, Bankangestellten, Programmieren und EDV-Technikern. Dagegen werden Polizisten, Reinigungskräfte und Berufskraftfahrer in Österreich gar nicht glücklich.

Doppeltes Glück durch Wertschätzung und Kundenzufriedenheit

Wertschätzung und Kundenzufriedenheit spielen eine wichtige Rolle, wie sich am Beispiel Damenfriseur verdeutlichen lässt: Betritt die Kundin unglücklich über ihr Aussehen den Salon, verlässt sie ihn später glücklich. Dank des Friseurs fühlt sie sich schöner und attraktiver. Dafür ist sie ihm dankbar und er kann stolz auf seinen schnell sichtbaren Erfolg sein. Zudem hat er die Gewissheit, in spätestens vier Wochen mit ein paar wenigen gekonnten Handgriffen wieder das gleiche Glücksgefühl erzeugen zu können.

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Schlagworte zum Thema:  Zufriedenheit, Arbeit, Wertschätzung, Betriebsklima, Glück, Soziale Bedürfnisse, Sinn, Kunde

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