18.01.2012 | Sicherheit

Trinkwasser bekommt Note "Sehr Gut"

Trinkwasser aus deutschen Wasserwerken ist fast immer einwandfrei. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle Bericht zur Trinkwasserqualität des Bundesgesundheitsministeriums und des Umweltbundesamtes (UBA).

Grenzwertüberschreitungen seien bei allen größeren Wasserwerken die Ausnahme. Im Grundwasser trete zum Beispiel Nitrat in teils hohen Konzentrationen auf. Im Trinkwasser würden die Grenzwerte aber nicht mehr überschritten. Auch bei fast allen mikrobiologischen und chemischen Qualitätsanforderungen würden die strengen rechtlichen Vorgaben zu mehr als 99 Prozent eingehalten.


Der Bericht wertete die Jahre 2008 bis 2010 aus

Er basiert auf den Meldungen der Bundesländer. Fast alle Trinkwasserproben aus dem Wasserhahn seien nicht zu beanstanden gewesen, teilte das UBA mit.

Allerdings sei es - je nach Region - bei ein bis drei Prozent der Messungen in Wasserwerken oder dem Rohrnetz zu Grenzwertüberschreitungen gekommen. Sie gingen auf einzelne Wirkstoffe von Pflanzenschutzmitteln zurück oder hätten coliforme Bakterien betroffen.

"Hahnenwasser" kann man bedenkenlos trinken

UBA-Präsident Jochen Flasbarth betonte: "Trinkwasser in Deutschland kann man ohne Bedenken zu sich nehmen. Die qualitativen Eigenschaften bekommen nach wie vor ausschließlich Bestnoten."

Als Lebensmittel Nummer eins müsse Trinkwasser hohen Anforderungen genügen. Die Trinkwasserverordnung gibt diese verbindlich vor. Es dürfen zum Beispiel keine Krankheitserreger oder gesundheitsschädigende Stoffe im Trinkwasser enthalten sein.

Bei Nitrat-Belastungen gab es erneut einen rückläufigen Trend

Während die Grenzwertüberschreitung von Nitrat im Jahr 1999 bei 1,1 Prozent gelegen habe, sei sie bis 2010 auf nahezu null Prozent gesunken. "Reduziert werden konnte der Nitratgehalt im Trinkwasser vor allem durch weiterreichende Aufbereitungsmaßnahmen sowie durch die Mischung mit weniger belastetem Wasser", betonte das UBA.

Schwermetalle durch alte Leitungen und Armaturen

Grenzwertüberschreitungen bei Blei kämen in der Regel nicht aus dem Wasserwerk, sondern aus bleihaltigen Leitungen und Armaturen, die die allgemein anerkannten Regeln der Technik nicht erfüllten. Das sei auch meist die Ursache, wenn Überschreitungen bei Kupfer, Nickel und Cadmium auftreten.

Schlagworte zum Thema:  Umweltschutz

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