So wirke ich auf andere
Eine kommunikationswissenschaftliche Studie hat es schon vor Jahrzehnten aufgedeckt. Viele unserer Worte verhallen ungehört oder anders gesagt: bei der Kommunikation spielt das gesprochene Wort mit sieben Prozent eine untergeordnete Rolle. Gesten und Mimik spielen hier eine große Rolle.
Der Körper sendet die meisten Botschaften aus
Das Gehirn liebt Bilder. Deshalb werden aus Worten auch Bilder. Zu diesen Bildern, die im Gehirn entstehen, trägt der Anblick des Gegenübers sehr viel bei. Alles, was wir sehen – und übrigens auch riechen oder fühlen - verknüpfen wir mit der sprachlichen Information.
Wir verlassen uns nicht nur auf Worte. Weit vor dem Spracherwerb haben wir gelernt, auf andere Dinge zu achten. Geräusche, Bewegungen, Körperhaltungen beispielsweise verstanden die Urzeitmenschen und verstehen bereits Säuglinge. Diese non-verbalen Botschaften zu entschlüsseln, fällt uns deshalb oft leicht.
Kommunikationskontrolle mit dem SO CLEAR-Modell
Neben der Wortwahl ist es also wichtig, auch auf andere Aspekte zu achten. Das SO CLEAR-Modell von Kris Cole hilft uns dabei. Jeder Buchstabe steht für eine Besonderheit, die wir bei der Kommunikation mit anderen berücksichtigen sollten:
- S steht für sitzen und stehen. Cole legt Wert darauf, dass Gesprächspartner auf gleicher Höhe miteinander sprechen und dabei die Distanzzone wahren.
- O steht für Offenheit, die durch eine zugewandte Körperhaltung, Blickkontakt und einen freundlichen Gesichtsausdruck ausgedrückt werden kann.
- C wie Centre (engl.) meint, dem Gesprächspartner volle Aufmerksamkeit zu schenken, ihn in den Mittelpunkt, ins Zentrum zu stellen.
- L steht für „Lehnen“ oder genauer gesagt für das Nachvorne-Lehnen, um Interesse zu bekunden, und das leichte Zurücklehnen, um eine Situation zu entspannen.
- E wie Eye (engl. = Auge) steht für den Blickkontakt, den man während eines Gesprächs immer wieder suchen sollte.
- A meint angemessen zu reagieren und mit Antworten das Gespräch im Fluss zu halten.
- R steht für Ruhe und Gelassenheit, die eine gute Gesprächsgrundlage bieten.
Positiv beeinflussen kann man ein Gespräch auch über
- die Stimmlage,
- die Lautstärke,
- die Betonung der Wörter oder Satzteile,
- das Sprechtempo sowie
- die Sprachmelodie,
- eine aufrechte Körperhaltung und
- ein Lächeln.
Weitere Informationen und Tipps stehen im Themenheft Kommunikation der Unfallkasse Post und Telekom (UKPT).
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