03.03.2016 | Berufsunfähigkeit

So können Lehrer gegen Stimmerkrankungen vorbeugen

Für viele Lehrer ein Problem: Stimmerkrankungen
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Die Stimme ist das wichtigste Arbeitsmittel eines Lehrers. Das tägliche Sprechen im Unterricht bedeutet Hochleistung für die Stimmbänder. Um gut bei Stimme zu sein, sollte deshalb jeder Lehrer eine Stimmausbildung während des Studiums absolvieren und später seine Stimme trainieren und pflegen.

Lehrer sprechen jeden Schultag vor großen Gruppen, in großen Räumen oder in Sporthallen und oft müssen sie gegen Lärm ansprechen. Da kann die Stimme schon mal heiser werden. Doch eine Studie des Universitätsklinikums Leipzig belegt, dass es nicht beim Kratzen im Hals bleibt, sondern dass es weitaus schlimmer um die Stimme der Lehrer bestellt ist.

31 % leiden an Stimmproblemen, bei manch einem geht es bis zur Berufsunfähigkeit

Manche Lehrer unterrichten 40 Jahre. Doch nicht jeder hält so lange durch. 31 % leiden an Stimmproblemen. Manch einem versagt die Stimme bereits nach 5 bis 10 Jahren und er muss deshalb seinen Beruf aufgeben.

Stimmerkrangungen vorbeugen durch Stimm- und Sprechausbildung

Fatal kann es werden, wenn im Studium keine Stimm- und Sprechausbildung stattfindet. Das Risiko für eine Stimmerkrankung steigt dann um das 1,6-fache. Auch Quereinsteiger haben ein erhöhtes Risiko.

Wenn die Stimme erkrankt: Erst heiser und dann immer leiser

Zu den typischen Stimmproblemen bei Lehrern zählen:

  • Heiserkeit,
  • Missempfinden,
  • Stimmbandknötchen,
  • Minderung der Stimme.

Bei Stimmerkrankungen können folgende Maßnahmen in den verschiedenen Stadien helfen:

  • Behandlung der Probleme,
  • Berufspause,
  • Stimmübungsbehandlung,
  • Stimmheilkuren oder
  • eine Operation.

Zur Vorbeugung gegen Stimmerkrankungen können folgende Tipps helfen

  • Trinken Sie während des Schultages regelmäßig Wasser oder dünnen Tee.
  • Lutschen Sie zwischendurch Halspastillen.
  • Tragen Sie bei Zugluft einen Woll- oder Seidenschal.
  • Trainieren Sie täglich Ausdauer und Kraft Ihrer Stimmbänder durch Singen und Summen.

Um Stimmerkrankungen vorzubeugen sollten Sie Ihre Stimme ökonomisch und effizient einsetzen. Dadurch sprechen Sie lauter, deutlicher und bestimmter, ohne sich beim Sprechen besonders anstrengen zu müssen.

Heiserkeit bei Vielsprechern - was hilft

Wärmen Sie Ihre Stimme jeden Tag 5 Minuten auf. Wer beruflich viel sprechen muss, sollte das genauso tun wie ein Sportler vor dem Wettkampf. Was beim Sprinter die Dehnübungen sind, ist beim Vielsprecher das Summen. Mehr dazu im Haufe-Beitrag "Heiserkeit bei Vielsprechern - Trinken und Summen hilft".

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