Lässt sich Glück messen?
Deutsche sind nur mittelmäßig glücklich. Das haben die Wissenschaftler von GESIS herausgefunden, die dazu persönliche und soziale Kriterien aufgestellt haben, anhand derer sich das subjektive Wohlbefinden einer Person festmachen lässt. Die Ergebnisse lieferten ein differenziertes Bild von den europäischen Ländern, aber vor allem auch von Ost- und Westdeutschland.
Glück im Ländervergleich
Das soziale Wohlbefinden in Deutschland ist nur schwach ausgeprägt, wie die Untersuchung zeigt. Das höchste subjektive Wohlbefinden und die größte Lebenszufriedenheit empfinden die
- Dänen, gefolgt von den
- Schweizern,
- Finnen,
- Schweden und
- Norwegern.
Die Deutschen befinden sich nur knapp über der mittleren Position im Index. Zufriedenheit und Wohlbefinden werden in Deutschland eher neutral wahrgenommen. Überraschenderweise liegen die Franzosen und die Portugiesen noch hinter den Deutschen. In diesem Negativbereich des Index finden sich sonst nur die Länder des ehemaligen Ostblocks. Am Ende stehen Russland, Bulgarien sowie die Ukraine.
Zufriedenheit im Vergleich von Ost- und Westdeutschland
Während die Menschen im Westen etwas über dem deutschen Durchschnitt liegen, vor allem was die Zufriedenheit angeht, rutschen die Ostdeutschen hier deutlich in den negativen Bereich. Auch ihr emotionales Wohlbefinden ist so negativ geprägt, dass sie den Bundesdurchschnitt insgesamt in den Minus-Bereich drücken, obwohl auf der Westseite positive Werte zu verzeichnen sind. Besonders markante Unterschiede gibt es außerdem in folgenden Bereichen:
- Vitalität,
- psychische Ressourcen,
- Vertrauen und Zugehörigkeit.
Doch eine Sache stresst den Westler deutlich mehr als die Menschen im Osten: die eigene Familie.
Weitere Ergebnisse für Deutschland
Je älter ein Mensch ist, desto ...
- zufriedener ist er,
- geringer ist sein emotionales Wohlbefinden,
- weniger vital fühlt er sich,
- geringer nimmt er unterstützende Beziehungen wahr,
- mehr empfindet er Vertrauen und Zugehörigkeit.
Wenig überraschend sind dagegen die Daten über das geringe Wohlbefinden von Arbeitslosen. Außer bei der Vitalität liegen alle Werte bei ihnen im negativen Bereich.
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