Faire Arbeitskleidung - Arbeitsschutz international! Bild: Digital Vision

Immer mehr Verbraucher legen Wert auf nachhaltige Produkte. Den größten Zuwachs verzeichnet die Lebensmittelbranche. Doch auch bei der Bekleidung steigt die Nachfrage nach Fairtrade-Produkten, auch bei der Arbeitskleidung. Aber gibt es das überhaupt, faire Arbeitskleidung?

Noch ist die Auswahl gering. Aber immerhin, insgesamt 3 deutsche Anbieter von Berufskleidung fürs Baugewerbe und Handwerk haben Produkte mit dem Fairtrade-Siegel im Programm. Dabei geht es jeweils um die verwendete Baumwolle, die von Kleinbauern nachhaltig produziert wird.

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Fairtrade: Faire Arbeitskleidung - was heißt das?

Den Anbietern der fair gehandelten Arbeitskleidung ist es wichtig, die Lieferkette ihrer Produkte einwandfrei nachvollziehen und kontrollieren zu können. Da die Baumwolle aus fernen Ländern stammt, oft aus Indien, und dort von Kleinbauern angebaut wird, gibt es einen Verhaltenskodex für die Lieferanten.

Dabei stehen ökologische wie soziale Richtlinien im Mittelpunkt. Externe, zertifizierte Auditorenteams kontrollieren regelmäßig, ob die Kriterien wie faire Löhne, Arbeitszeiten, Verbot von Kinderarbeit, Umweltschutz oder Arbeitssicherheit eingehalten werden.

Baumwolle nachhaltig zu produzieren, bedeutet für die Baumwollbauern ...

  • auf genmanipuliertes Saatgut zu verzichten,
  • nicht künstlich zu bewässern und
  • Chemikalien nur äußerst beschränkt einzusetzen.

Was haben Baumwollbauern davon, dass Handwerker faire Arbeitskleidung tragen?

Zu den wichtigsten Maßnahmen der drei Anbieter in Deutschland, CWS boco, Hugo Josten Berufskleiderfabrik und Bierbaum Proenen (BP), zählen:

  • eine gesicherte Abnahmemenge pro Jahr,
  • feste Mindestpreise für die Baumwolle,
  • eine Fairtrade-Prämie für Soziales, Infrastruktur und Bildung, von der die Gemeinschaft profitiert sowie
  • regelmäßige Schulungen für die Bauern, z. B. zur Herstellung von Biodüngemittel aus Pflanzen.

Das Fairtrade-Siegel kommt bei Mitarbeitern und Kunden gut an

Durch die Verordnung zur nachhaltigen Beschaffung achten Kommunen und Städte vermehrt auf das Fairtrade-Siegel. Aber auch Handwerksbetriebe schätzen die entsprechende Kennzeichnung an der Arbeitskleidung. Denn durch die Ausstattung der Mitarbeiter mit fair gehandelter Arbeitskleidung bekennt sich das Unternehmen sichtbar zur Nachhaltigkeit. Ein Zeichen das bei Mitarbeitern und Kunden gut ankommt.

Schlagworte zum Thema:  CSR, Fairtrade-Siegel

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