Gelegentlich ein Gläschen Wein ist kein Problem. Regelmäßiger Alkoholkonsum zur Entspannung hingegen schon. Bild: Corbis

Nach einem langen, harten Arbeitstag einen Whiskey – schon fühlt sich das Leben wieder leichter an. Und nach Rotwein schläft manch einer sorgenfreier ein. Doch wer Alkohol trinkt, um zu entspannen oder besser einschlafen zu können, für den kann der Alkohol zum Problem werden.

Es spricht nichts dagegen, am Feierabend mal ein Gläschen Alkohol zu trinken. Wenn man dies jedoch macht, um den Alkohol bewusst für die Entspannung einzusetzen, sollte man sein Trinkverhalten hinterfragen. Denn Alkohol ist ein Genussmittel und sollte in Maßen und nicht zum Zwecke der Entspannung getrunken werden.

Können Sie eine Woche auf Ihren Feierabend-Drink verzichten?

Im Artikel Wann der Feierabenddrink ein Problem wird in der "Zeit" nennt der Psychologe Louis Lewitan Fragen, mit denen jeder überprüfen kann, ob Alkohol bereits eine wichtige Rolle fürs Entspannen einnimmt. Dabei geht es z. B. darum, wie schwer es einem fällt, ohne Alkohol zu entspannen. Spannend ist auch die Frage: „Warum glaube ich, zwölf Stunden arbeiten zu müssen?“

Wer nicht gelernt hat mit Stress umzugehen, greift schneller zum Alkohol

Lewitan geht davon aus, dass der Griff zum alkoholhaltigen Entspannungsgetränk auch Ausdruck eines fehlenden Stressmanagements ist. Wer also meint, dass er nichts gegen überlange oder extrem stressige Arbeitstage machen kann, sucht an anderer Stelle Entlastung. Ein einfaches Mittel scheint dann Konsum von Alkohol zu sein.

Abhängigkeit ist ein schleichender Prozess

Alkohol sorgt nur kurzfristig für eine Spannungsreduktion. Der Körper gewöhnt sich schnell an die Dosis und verlangt nach mehr. Um weiterhin das Entspannungsgefühl zu erreichen, muss die Trinkmenge erhöht werden. Ein schleichender und gefährlicher Prozess in die Abhängigkeit beginnt.

Viele haben mit dem Alkohol kein Problem, aber ohne

Wer sich ohne Alkohol schwach fühlt oder ihn zum Entspannen nutzt, sollte dringend

  • an seinem Selbstvertrauen arbeiten und
  • sich professionelle Hilfe holen.

Wer sich stark fühlt, dem gelingt es auch Konflikte anzugehen und Veränderungen anzustoßen. Und wer rechtszeitig lernt, dass es gesunde Methoden gibt, um zu entspannen, der kann auch mal ganz entspannt am Feierabend ein Gläschen trinken.

Schlagworte zum Thema:  Alkohol, Suchtprävention

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