Zweihandschaltungen

Zusammenfassung

 

Begriff

Zweihandschaltungen zwingen den Bediener einer Maschine, sich außerhalb des Gefahrenbereiches aufzuhalten, damit eine Körper- oder Teilkörperverletzung ausgeschlossen werden kann.

1 Aufgabe

Zweihandschaltungen werden überwiegend bei Arbeitsprozessen eingesetzt, bei denen Menschen durch Hineingreifen oder Hineingehen in Gefahrenbereiche gefährdet sind. Das ist z. B. dann gegeben, wenn Mitarbeiter an Pressenarbeitsplätzen Werkstücke in die Presse einlegen und nach dem Pressvorgang das geformte Werkstück wieder entnehmen müssen.

Zweihandschaltungen sind in diesem Fall eine wirtschaftlich günstige Möglichkeit, den Menschen durch technische Maßnahmen zu schützen. Sie hindern ihn daran, den Gefahrenbereich zu erreichen.

2 Funktionsweise

Zweihandschaltungen als bindende Schutzmaßnahme zwingen den Benutzer einer Maschine, die Schaltung mit beiden Händen gleichzeitig (in einem max. Abstand von 0,5 Sekunden) zu betätigen. Wird die Zweihandschaltung losgelassen, wird der gefahrbringende Vorgang sofort beendet. Ihre Schutzwirkung entfaltet die Zweihandschaltung nun durch den Sicherheitsabstand zur Gefahrenstelle: Er muss so groß sein, dass der Benutzer die Gefahrenstelle im Zeitraum zwischen Loslassen der Schaltung und Beendigung des gefahrbringenden Vorgangs nicht erreichen kann.

Sind mehrere Personen in der Nähe des Gefahrenbereichs tätig, sind entsprechend viele Zweihandschaltungen erforderlich.

Der ungeschützte Aufenthalt im Gefahrenbereich ist verboten.

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