DGUV Information 206-019: R... / 5.3 Externe Dienstleister

Das Angebot externer Dienstleister umfasst häufig Qualifizierungs- und Fortbildungsmaßnahmen, die der direkten Gesundheitsförderung der Beschäftigten dienen. Anleitungen zum gesundheitsbewussten Verhalten und gezielte Bewegungsübungen sollen helfen, Rückenproblemen vorzubeugen, bereits vorhandene Beschwerden zu überwinden und chronische Schmerzen zu vermeiden. Dies geschieht oft in Kooperation mit Sportvereinen, Volkshochschulen, Physiotherapeuten oder weiteren selbstständigen Expertinnen und Experten. Bei allen Angeboten, wie z. B. einer arbeitsplatzbezogenen Rückenschule, sollte auf eine entsprechende Qualifizierung der Referenten Wert gelegt werden.

Wichtig ist, dass alle Präventionsmaßnahmen und die einzelnen Elemente der betrieblichen Gesundheitsförderung miteinander verbunden und auf das Gesamtkonzept des Betriebes abgestimmt sind. Kleine und mittelständische Betriebe können Netzwerke auf überbetrieblicher Ebene - z. B. Branchenverbände, Innungen, andere bestehende Netzwerke nutzen - oder über mehrere Unternehmen hinweg bilden, um ihren Beschäftigten die Teilnahme an Maßnahmen zu ermöglichen und dadurch Synergieeffekte zu nutzen.

Qualitätssiegel und Angebote des organisierten Sports

Allerorts findet man inzwischen die verschiedensten Güte-, Prüf- und Qualitätssiegel. Doch nicht immer wird klar, nach welchen Gesichtspunkten das jeweilige Zertifikat vergeben wurde. Qualitätssiegel haben üblicherweise klar definierte Ziele und Kriterien und schaffen Orientierung im Dschungel der zahlreichen, mittlerweile auch von kommerziellen Einrichtungen angebotenen Programme des Gesundheitssports.

Die Qualitätskriterien im organisierten Sport umfassen die Bereiche Qualifikation des Leitungs- und Trainingspersonals, sportfachliche Betreuung, Geräteausstattung, räumliche Bedingungen, Service und Umweltkriterien. Deren Erhebung und Beurteilung in Form eines Qualitätssiegels hilft den Beschäftigten, aber auch Personalverantwortlichen, Arbeitsschutzexperten und Verantwortlichen für das Betriebliche Gesundheitsmanagement bei der erfolgreichen Suche nach dem passenden Gesundheitskurs und unterstützt gleichzeitig die Turn- und Sportvereine bei der Bildung eines gesundheitsorientierten Profils.

Das Qualitätssiegel SPORT PRO GESUNDHEIT (www.sportprogesundheit.de), welches gesundheitsorientierte Sportangebote auszeichnet, wurde vom Deutschen Olympischen Sportbund gemeinsam mit der Bundesärztekammer entwickelt. Ziel dieses Zertifikates ist die Stärkung von physischen und psychischen Gesundheitsressourcen sowie die Verminderung von Risikofaktoren.

Auch die Siegel

PLUSPUNKT GESUNDHEIT.DTB (www.dtb-online.de/portal/hauptnavigation/gymwelt/gesundheitssport/pluspunkt-gesundheitdtb.html) des Deutschen Turner-Bundes und "Gesund und fit im Wasser" (www.dsv.de/fitness-gesundheit/service/sport-pro-gesundheit) des Deutschen Schwimm-Verbandes gehören zur Dachmarke SPORT PRO GESUNDHEIT.

"SPORT PRO FITNESS" (www.sportprogesundheit.de/de/sport-und-gesundheit/sport-pro-fitness) ist ein Qualitätssiegel für vereinseigene Gesundheits- und Fitnessstudios. Ein ausgezeichnetes Vereinsstudio verfügt über Personal mit hoher Qualifizierung und Serviceanspruch, beste Geräteausstattung und Hygienestandards.

Mit dem "Rezept für Bewegung" können Ärztinnen und Ärzte ihren Patientinnen und Patienten eine schriftliche Empfehlung für körperliche Aktivität geben. Vorwiegend werden die mit dem Qualitätssiegel SPORT PRO GESUNDHEIT zertifizierten Bewegungsangebote in den Sportvereinen, mit den Schwerpunkten Herz-Kreislauf, Muskel- und Skelettsystem, Entspannung/Stressbewältigung und Koordination/motorische Förderung empfohlen (www.sportprogesundheit.de/de/sport-und-gesundheit/rezept-fuer-bewegung).

Mit "G.U.T. im Beruf" (Gesund und trainiert im Beruf, www.wlsb.de/sportentwicklung-ehrenamt-sportstaettenbau-schule-sportabzeichen/g-u-t-im-beruf) hat der Württembergische Landessportbund ein Konzept entwickelt, um Sportvereine und insbesondere kleine und mittlere Unternehmen zu Partnern der betrieblichen Gesundheitsförderung zu machen.

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