Zoll beschlagnahmt Unterlagen über Offshore-Konten
Zufallserfolg gegen Steuerbetrüger: Der Zoll hat nach Medienberichten Ende Mai im Hamburger Hafen zwei Container mit Unterlagen über sogenannte Offshore-Konten beschlagnahmt. In mehr als 1000 Kartons hätten sich offenbar auch Kontodaten mutmaßlicher deutscher Steuerhinterzieher befunden, schreibt die «Welt am Sonntag». Mit dem Fall seien jetzt die Staatsanwaltschaft und die Steuerfahndung in Düsseldorf befasst.
Vermutlich seien die Papiere aus dem karibischen Steuerparadies zufällig in Hamburg gelandet, heißt es in einem «Focus»-Bericht. «Normalerweise wandern solche Unterlagen in den Reißwolf», zitiert das Magazin einen Finanzbeamten. Zumindest ein Teil der Fracht komme aus der Niederlassung der Privatbank Coutts International auf den Cayman Islands in der Karibik und sollte von Hamburg in die Schweiz transportiert werden, heißt es in den Medienberichten.
Coutts International bestätigte die Festsetzung der beiden Container. Die Verschiffung aus den Cayman Islands sei seit langem geplant gewesen und eine Maßnahme im Rahmen der Schließung des Standorts. «In diesem Container befinden sich diverse Papiere und Unterlagen, die im Rahmen eines solchen Umzugs zu verschiffen sind», sagte eine Sprecherin der Coutts-Bank. Allerdings seien der Bank «keine Ermittlungen oder Vorwürfe gegen unsere Trustcompany oder deren Mitarbeiter bekannt», sagte sie. Man sei mit den Behörden im Gespräch, um den Weitertransport der Unterlagen zu ermöglichen.
Wie «Focus» berichtet, entdeckten die Zollfahnder bei grober Durchsicht des Materials auch diverse Unterlagen der saudi-arabischen Familie des getöteten Terroristenführers Osama bin Laden. «Zu keinem Zeitpunkt haben wir die Finanzangelegenheit von Osama bin Laden noch seiner unmittelbaren Familie betreut», sagte die Coutts-Sprecherin dazu am Sonntag (22.6.2014).
Das BMF wollte sich zu dem Fund nicht näher äußern, erklärte der «Welt am Sonntag» aber: «Der Vorgang befindet sich in einem engen Zusammenhang mit einem strafrechtlichen Ermittlungsverfahren, das durch die Dienststellen der Steuerfahndung des Landes NRW im Auftrag der Staatsanwaltschaft Düsseldorf geführt wird.» Die dortigen Ermittler sind nach dem Ankauf einer weiteren Steuer-CD im vergangenen Jahr durch das Land Nordrhein-Westfalen Berichten zufolge ohnehin mit den Ermittlungen gegen mehr als tausend deutsche Kunden der Privatbank Coutts beschäftigt. Unter Verweis auf das Steuergeheimnis machte die Staatsanwaltschaft Düsseldorf auf Anfrage keine Angaben.
-
Abgabefristen für die Steuererklärungen 2019 bis 2025
3.756
-
Umsatzsteuer 2026: Wichtige Änderungen im Überblick
1.452
-
Begünstigte Versicherungsverträge vor dem 1.1.2005 in Rentenform
1.2302
-
Feststellung des Grades der Behinderung für zurückliegende Zeiträume
673
-
Pflichtangaben für Kleinbetragsrechnungen
646
-
Neuregelung des häuslichen Arbeitszimmers und der Pauschalen ab VZ 2023
617
-
Unterhaltsleistungen an über 25 Jahre alte studierende Kinder
60114
-
Fallstricke bei der Erbschaftsteuerbefreiung des Familienheims
567
-
Anschaffungsnahe Herstellungskosten bei Gebäuden
542
-
Wann sind Gartenarbeiten haushaltsnahe Dienstleistungen oder Handwerkerleistungen?
488
-
Wann Soloselbstständige bei Coronahilfen nicht antragsberechtigt sind
18.03.2026
-
Handlungsbedarf bei beSt prüfen
16.03.2026
-
Neue Bagatellgrenzen für betrieblich genutzte Grundstücksteile
12.03.2026
-
Änderung nach § 175b AO bei Übermittlung über ELStAM?
06.03.2026
-
Verjähren Rückforderungen bei Corona-Überbrückungshilfen?
05.03.2026
-
Steuerberatungskosten für Ermittlung eines Veräußerungsgewinns aus GmbH-Beteiligung
04.03.2026
-
EU-Beihilferecht und Corona-Hilfen: Was Steuerberater jetzt wissen müssen
25.02.2026
-
OVG Münster: Verwaltungspraxis bei Überbrückungshilfen schlägt FAQ
18.02.2026
-
Auswirkungen von KI auf Geschäfts- und Honorarmodelle in Steuerberatungskanzleien
16.02.2026
-
FAQ-Katalog zur allgemeinen digitalen Aufbewahrung
11.02.2026