| Nach Brexit-Votum

Schäuble warnt vor Steuersenkungswettbewerb

Der britische Finanzminister möchte die Köperschaftsteuer senken.
Bild: Marius Pothmann ⁄

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble warnt angesichts britischer Pläne, nach dem Brexit-Votum die Firmensteuern zu reduzieren, vor einem Steuersenkungswettbewerb in Europa. "Wir haben nicht die Absicht, in Europa einen 'race to the bottom' (Steuersenkungswettlauf) zu starten. Das hat keinen Sinn", sagte Schäuble am Mittwoch in Berlin.

Er sei nicht grundsätzlich gegen einen Steuerwettkampf. Die öffentlichen Haushalte in Europa müssten aber fair und angemessen finanziert sein. Deutschland werde weiter daran arbeiten, die Grundlagen für die Besteuerung in Europa ein Stück weit zu vereinheitlichen, etwa bei der Bemessungsgrundlage der Körperschaftsteuer.

Der britische Finanzminister George Osborne will nach Medienberichten die Körperschaftsteuer für Unternehmen von derzeit 20 auf unter 15 % senken, um die Folgen des Brexit-Schocks auf die Wirtschaft abzufedern. Schäuble betonte, er hoffe, beim Treffen der europäischen Finanzminister in der kommenden Woche in Brüssel mehr von Osborne dazu zu erfahren.

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Schlagworte zum Thema:  Brexit, Internationales Steuerrecht, Körperschaftsteuer

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