08.11.2012 | Versichertenauslese

KKH-Allianz wehrt sich gegen Vorwürfe

KKH-Allianz weißt den Vorwurf der Versichertenauslese von sich.
Bild: Haufe Online Redaktion

Die Krankenkasse KKH-Allianz wehrt sich gegen den Vorwurf, ältere Menschen, chronisch Kranke und Geringverdiener als Versicherte nicht aufnehmen zu wollen.

Das ZDF-Magazin «Frontal 21» hatte am 6.11.2012 unter Berufung auf Mitarbeiter der KKH-Allianz über eine entsprechende Schwerpunktsetzung des Vertriebs - keine Neuaufnahme von chronisch Kranken oder einkommensschwachen Versicherten - berichtet.

Versichertenauslese und Kündigungsdruck wird dementiert

Die Schließung der City-BKK und der BKK für Heilberufe hätten gezeigt, wie wichtig eine ausgewogene Versichertenstruktur sei, teilte eine Sprecherin der KKH Allianz zugleich mit. Deshalb seien «zielgruppenspezifische Werbeaktivitäten» notwendig. In einer Reaktion auf den ZDF-Bericht wies die Krankenkasse darauf hin, dass auch einkommensschwache, arbeitslose und kranke Menschen die Mitgliedschaft bei der KKH-Allianz mit Sitz in Hannover wählen können und unter Beachtung aller rechtlichen Vorgaben aufgenommen werden.

Bereits zuvor hatte das ZDF über Vorwürfe gegen die KKH Allianz berichtet, Mitarbeiter hätten chronisch kranke Mitglieder, die den zeitweise erhobenen Zusatzbeitrag nicht geleistet hatten, in Telefongesprächen zum Wechsel in eine andere Krankenkasse gedrängt.

Detaillierte Aufklärung folgt

Dazu will die KKH Allianz am 14.11.2012 das Ergebnis einer internen Untersuchung vorlegen. Sie räumte aber bereits Fehler in Einzelfällen ein.

Die KKH-Allianz hat bundesweit rund 1,8 Mio. Versicherte.

Schlagworte zum Thema:  Kündigung, Geringverdiener, Chronische Krankheit, Krankenkasse, Krankenkassenwechsel

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