Durchschnittlicher Zusatzbeitrag 2021

Der durchschnittliche Zusatzbeitrag wird jährlich für das gesamte folgende Kalenderjahr vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) festgelegt. Zu Jahresbeginn wurde er auf 1,1 % angehoben. Zum 1.1.2021 wird der durchschnittliche Zusatzbeitrag erneut angehoben.

Durchschnittlicher Zusatzbeitrag 2021

Wegen eines Milliardenlochs bei den gesetzlichen Krankenkassen in der Corona-Krise müssen sich die Mitglieder im neuen Jahr auf etwas höhere Beiträge gefasst machen. Der durchschnittliche Zusatzbeitrag für 2021 wird um 0,2 Punkte auf 1,3 % steigen. Die entsprechende Bekanntmachung des durchschnittlichen Zusatzbeitragssatzes für das Jahr 2021 erfolgt am 30.10.2020 im Bundesanzeiger auf Grundlage der Ergebnisse aus den Sitzungen des Schätzerkreises vom 12. und 13.10.2020.

Durchschnittlicher Zusatzbeitrag 2020

Aktuell beträgt der durchschnittliche Zusatzbeitrag 1,1 %. Seit 2015 zahlen Arbeitgeber und Arbeitnehmer je zur Hälfte einen festen Beitragssatz von 14,6 %. Seit dem 1.1.2019 zahlen Arbeitgeber und Arbeitnehmer auch den Zusatzbeitrag wieder je zur Hälfte. Für bestimmte Personenkreise wird der Zusatzbeitrag anstatt in Höhe des kassenindividuellen Zusatzbeitragssatzes obligatorisch in Höhe des durchschnittlichen Zusatzbeitragssatzes erhoben.

Kassenindividueller Zusatzbeitrag 2021

Die Erhöhung des durchschnittlichen Zusatzbeitrags bedeutet für die einzelnen Kassen nicht zwingend, dass die Beiträge steigen. Je nach Kassenlage könne sie auch ohne eine Anhebung des kassenindividuellen Zusatzbeitrags auskommen. Die Höhe des Zusatzbeitragssatzes regelt jede Krankenkasse individuell in ihrer Satzung, eine Obergrenze ist nicht vorgesehen.

GKV-Schätzerkreis: Schätzergebnis 2021

Für das Jahr 2021 erwartet der Schätzerkreis Einnahmen des Gesundheitsfonds in Höhe von 255,0 Mrd. Euro. Diese beinhalten den regulären Bundeszuschuss in Höhe von 14,5 Mrd. Euro sowie einen ergänzenden Bundeszuschuss in Höhe von 5 Mrd. Euro abzüglich des Anteils für die landwirtschaftliche Krankenkasse und eine Zuführung aus Finanzreserven der Krankenkassen in Höhe von 8 Mrd. Euro. Zudem wird bei der Schätzung der Einnahmen des Gesundheitsfonds eine Zuführung aus der Liquiditätsreserve des Gesundheitsfonds in Höhe von 900 Mio. Euro zum Ausgleich der Mindereinnahmen durch die Einführung eines Freibetrags auf betriebliche Versorgungsbezüge berücksichtigt.

GKV: Geschätzte Ausgaben 2021

Hinsichtlich der erwarteten Ausgaben im Jahr 2021 konnte bei den Sitzungen des Schätzerkreises im Oktober kein Einvernehmen erzielt werden. Die voraussichtlichen Ausgaben betragen nach Schätzung des Bundesministeriums für Gesundheit und des Bundesamts für Soziale Sicherung 274,9 Mrd. Euro. Der GKV-Spitzenverband erwartet Ausgaben in Höhe von 276,6 Mrd. Euro.

Durchschnittlicher Zusatzbeitrag 2021 auf 1,3 % festgesetzt

Rechnerisch ergab sich aus den Schätzergebnissen des Bundesministeriums für Gesundheit und des Bundesamts für Soziale Sicherung für das Jahr 2021 eine Erhöhung des durchschnittlichen Zusatzbeitragssatzes um 0,2 Prozentpunkte auf 1,3 %. Dagegen resultierte aus der Schätzung des GKV-Spitzenverbandes rechnerisch eine Erhöhung des durchschnittlichen Zusatzbeitragssatzes um 0,3 % auf 1,4 %. Letztendlich wurde der durchschnittliche Zusatzbeitrag für das Jahr 2021 auf 1,3 % festgelegt und ist ab dem 1.1.2021 entsprechend anzuwenden.

Das könnte Sie auch interessieren:

Künstlersozialabgabe 2021 steigt leicht

Sozialversicherungswerte und Rechengrößen 2021

Haufe Online Redaktion / Bundesamt für Soziale Sicherung
Schlagworte zum Thema:  Zusatzbeitrag