Durchschnittlicher Zusatzbeitrag 2019/2020

Der durchschnittliche Zusatzbeitrag wird jährlich für das gesamte folgende Kalenderjahr vom Bundesministerium für Gesundheit festgelegt. Auf Grundlage der geschätzten finanziellen Rahmenbedingungen könnte der durchschnittliche Zusatzbeitrag im kommenden Jahr 1,1 % oder 1,2 % betragen.

Zu diesem Ergebnis kam der zuständige Schätzerkreis aus Experten des Bundesgesundheitsministeriums, des Bundesversicherungsamtes und des Spitzenverbands der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV), welches am 11.10.2019 bekannt wurde. Letztlich wird das Bundesministerium für Gesundheit Anfang November entscheiden, wie hoch der Anstieg ausfällt.

Durchschnittlicher Zusatzbeitrag 2019

Aktuell beträgt der durchschnittliche Zusatzbeitrag 0,9 %. Seit 2015 zahlen Arbeitgeber und Arbeitnehmer je zur Hälfte einen festen Beitragssatz von 14,6 %. Seit dem 1.1.2019 zahlen Arbeitgeber und Arbeitnehmer auch den Zusatzbeitrag wieder je zur Hälfte. Für bestimmte Personenkreise wird der Zusatzbeitrag anstatt in Höhe des kassenindividuellen Zusatzbeitragssatzes obligatorisch in Höhe des durchschnittlichen Zusatzbeitragssatzes erhoben.

Kassenindividueller Zusatzbeitrag 2020

Für die einzelnen Kassen bedeutet die mögliche Erhöhung des durchschnittlichen Zusatzbeitrgs 2020 nicht zwingend, dass die Beiträge steigen. Je nach Kassenlage könne sie auch ohne eine Anhebung des kassenindividuellen Zusatzbeitrags auskommen. Im Gegenteil: Trotz Anstiegs des durchschnittlichen Zusatzbeitrags sind Senkungen bei Kassen mit zu hohen Finanzreserven ab nächstem Jahr möglich. Die Finanzreserven der Kassen sind in den vergangenen Jahren auf mehr als 20 Milliarden Euro gestiegen - allein von 2015 bis 2019 von 14,5 Milliarden auf 21,2 Milliarden Euro.

Zusatzbeitrag 2020: Wann müssen die Krankenkassen den Beitrag senken?

Mehr als die Hälfte der Krankenkassen verfügt den Angaben zufolge derzeit über mehr als eine Monatsausgabe Betriebsmittel und Rücklagen. Sie dürfen, solange sie diese Quote überschreiten, ihre Zusatzbeiträge nicht anheben. Und einige Kassen, deren Finanzreserven deutlich über einer Grenze von einer Monatsausgabe hinausgehen, müssen diese ab 2020 innerhalb der kommenden drei Jahre schrittweise abzubauen.

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