13.02.2015 | Sozialhilfeempfänger

Immer mehr Menschen leben von Sozialhilfe

Zahl der Sozialhilfeempfänger stieg zuletzt auf 2,7 Millionen.
Bild: Uschi Dreiucker ⁄

Die Zahl der Sozialhilfeempfänger in Deutschland steigt laut einer aktuellen Untersuchung. Höhere Ausgaben gab es in den vergangenen Jahren vor allem bei der Eingliederungshilfe für behinderte Menschen, bei der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung.

In Deutschland gibt es immer mehr bedürftige Menschen. «Die Sozialhilfeausgaben je Einwohner stiegen deutschlandweit zwischen 2006 und 2013 um mehr als vier Prozent jährlich», teilte das Ifo-Institut Dresden am 12.2.2015 als Ergebnis einer Untersuchung mit.

Mehr Leistungsempfänger lassen Sozialhilfeausgaben steigen

Diese Entwicklung sei im Wesentlichen auf eine steigende Zahl von Leistungsempfängern zurückzuführen, da die Ausgaben pro Person seit Jahren stagnierten. Laut Ifo-Institut stieg die Zahl im besagten Zeitraum von 2,1 auf 2,7 Millionen Sozialhilfeempfänger.

Den stärksten Zuwachs an Ausgaben gab es dem Institut zufolge bei der Eingliederungshilfe für behinderte Menschen, bei der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung. Eine länderspezifische Auswertung zeige zudem erhebliche regionale Unterschiede. 2013 hätten die Sozialhilfeausgaben je Einwohner in Mecklenburg-Vorpommern um mehr als 50 Prozent über dem Niveau von Sachsen gelegen. Bremen habe je Einwohner sogar fast dreimal so viel für Sozialhilfe ausgegeben wie Sachsen.

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Schlagworte zum Thema:  Sozialhilfe, Leistungsempfänger, Eingliederungshilfe, Grundsicherung, Erwerbsminderung

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