| Pflege-Neuausrichtungs-Gesetz

Neue Regeln zur Transparenz für Pflegeheime

Pflegeheime müssen über medizinische Versorgung informieren
Bild: Haufe Online Redaktion

Das Pflege-Neuausrichtungs-Gesetz tritt stufenweise in Kraft. Eine aktuelle Änderung betrifft die Pflegeheime: Sie müssen den Pflegekassen ihr medizinisches Netzwerk offenlegen.

Vollstationäre Pflegeeinrichtungen sind seit dem 1.1.2014 zu mehr Transparenz verpflichtet. Sie müssen die Landesverbände der Pflegekassen regelmäßig und unmittelbar über Regelungen zur ärztlichen Versorgung sowie zur Arzneimittelversorgung innerhalb der Einrichtungen informieren.

Unter die Informationspflicht der Pflegeheime fallen neben

  • der ärztlichen Versorgung auch
  • die fachärztliche und
  • zahnärztliche Versorgung sowie
  • die Offenlegung von Kooperationsverträgen mit Ärzten oder Apotheken.

Diese ab 1.1.2014 geltende Transparenz-Regelung sieht das bereits 2012 verabschiedete Pflege-Neuausrichtungs-Gesetz vor. 

Mehr Transparenz erleichtert Suche nach einem Pflegeheim

Die Pflegekassen sollen sicherstellen, dass die Informationen der Pflegeheime verständlich, übersichtlich und vergleichbar kostenfrei im Internet oder in anderen Publikationen zur Verfügung gestellt werden. Durch diese zusätzlichen Informationen wird Pflegebedürftigen und deren Angehörigen die Suche nach einer passenden Pflegeeinrichtung erleichtert.


Praxistipp: Informationen zum Pflege-Neuausrichtungs-Gesetz finden Sie im Internetauftritt des Bundesgesundheitsministeriums www.bmg.bund.de.

Schärfere Kriterien bei den Pflegenoten

Ebenfalls zum 1.1.2014 tritt ein neues Pflege-Benotungssystem in Kraft. Verändert wurde die sog. Stichprobenbildung und die Skalenwerte wurden verschärft. 

Bei den Kriterien für die Beurteilung  von Pflegeeinrichtungen - den Pflegenoten - wird damit künftig eine höhere Messlatte angelegt.

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