Gesellschaftliche Trends spiegeln sich in Entwicklung von Führungskräften wider
Die Deutsche Gesellschaft für Personalführung (DGFP) führte dazu Ende 2012 online eine Kurzumfrage durch, an der sich 115 Personalmanager beteiligten. Die Befragung zeigt, dass bereits 68 Prozent der Unternehmen gesellschaftliche Trends in ihre Führungskräfteentwicklung einfließen lassen, wie die DGFP auf ihrer Webseite berichtet. 49 Prozent der Personalmanager gaben demnach an, sich in ihrem Unternehmen mit dem Umgang mit psychischen Erkrankungen auseinanderzusetzen. Als Grund dafür vermutet die DGFP nicht nur die zunehmende Verbreitung psychischer Erkrankungen auf Mitarbeiterebene, sondern auch die Zunahme vergleichbarer Symptome unter Führungskräften. Durch entsprechende Entwicklungs- und Weiterbildungsmaßnahmen könnten Manager zum einen positiv auf ihre Führungskräfte einwirken, zum anderen aber auch im Sinne von "Selbstkompetenz" ihre eigene Arbeit in Hinblick auf gesundheitliche Aspekte reflektieren, so die Empfehlung der Autoren.
Die Führungskraft der Zukunft soll vertrauensbasiert handeln
Die Studie sollte auch klären, wie für die Befragten der Führungsstil der Zukunft aussieht. Diesen beschrieben die Studienteilnehmer demnach als begeisternd (87 Prozent), vertrauens- statt kontrollbasiert (94 Prozent), beteiligend (88,4 Prozent) und persönlich (53 Prozent). Ein Drittel wählte laut Studienergebnis zwischen einem Face-to-Face- und einem mediengestützten Führungsstil eine mittlere Ausprägung. Dr. Sascha Armutat, Leiter Forschung und Themen der DGFP, kommentiert dies auf der Homepage des Verbands so: "Hier zeigen sich die Auswirkungen moderner Kommunikationstechnik, welche zunehmend mobiles Arbeiten ermöglichen. Schon heute findet Führung immer häufiger per Mail oder Telefon statt."
Keine klare Entscheidung ließen die befragten Personalmanager bei der Frage erkennen, ob der Führungsstil der Zukunft eher mitarbeiter- oder unternehmensorientiert sein solle – rund zwei Drittel der Befragten (66 Prozent) wählten hier genau die Mitte, was die Studienautoren als Indiz dafür werten, dass die künftige Führungskraft sowohl die Interessen des Unternehmens als auch die der einzelnen Mitarbeiter im Blick haben sollte.
Neue Studie fragt nach der Führungsausbildung
Nach weiteren Details zur Weiterbildung von Führungskräften fragt eine neue Studie der Executive School der Universität St. Gallen: Wie bilden Unternehmen ihre Führungskräfte heute und künftig aus? Welche Rolle spielt Diversity Management in der Entwicklung von Führungskräften? Diese und weitere Fragen werden mit der ersten, internationalen Studie zur Ausbildung und Entwicklung von Führungskräften untersucht.
Die Umfrage richtet sich an Entscheider aus dem Personalbereich.
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