03.04.2012 | HR-Management

Studie: "Selbstwirksamkeit" erhöht Arbeitsleistungen

Wer an sich glaubt und sicher ist, bestimmte Aufgaben gut bewältigen zu können, ist freiwillig bereit, mehr zu arbeiten. Zu diesem Ergebnis kommt ein Team von Bochumer Sozialpsychologen unter der Leitung von Professor Hans-Werner Bierhoff.

In der Untersuchung, die unter dem Titel "Eigenverantwortung, Selbstwirksamkeit und Freiwilliges Arbeitsengagement" in der Zeitschrift "Wirtschaftspsychologie" veröffentlicht wurde, stellt sich heraus, dass Mitarbeiter, die im Glauben an die eigenen Fähigkeiten bestärkt werden, stärker motiviert sind, sich für ihre Arbeit zusätzlich zu engagieren.

Dies lässt sich beispielsweise auch sehr gut beim Fußball beobachten: "Es ist interessant, wie Sportpsychologen Fußballmannschaften der 1. oder 2. Bundesliga beraten. Dabei wird versucht, die Selbstwirksamkeit der Spieler zu steigern, eine sehr sinnvolle Intervention", so Bierhoff.

 

Vier Motivationsfaktoren

Ziel der Studie war es, die wichtigsten Motivationskriterien für ein freiwilliges Arbeitsengagement herauszuarbeiten. Dabei analysierten die Bochumer Sozialpsychologen Hans-Werner Bierhoff, Karolina Lemiech und Elke Rohmann vier Motivationsfaktoren:

  • "Selbstwirksamkeit", der Glaube, bestimmte Arbeitsaufgaben bewältigen zu können;
  • "Kontrolleinschätzung", die Erwartung, Kontrolle über die Aufgabe auszuüben und dadurch auf das Ergebnis einwirken zu können;
  • "Veränderungsorientierung", die positive Einstellung gegenüber Veränderungsprozessen; und
  • "flexible Rollenorientierung", die Bereitschaft, die eigene Rolle so weit auszulegen und sich damit unmittelbar für die Lösung des Problems verantwortlich zu fühlen.

Insgesamt wurden 126 Personen in unterschiedlichen beruflichen Positionen und verschiedener Branchen befragt. 10 Prozent waren Führungskräfte, 72 Prozent Mitarbeiter, 7 Prozent Selbständige und 11 Prozent Auszubildende.

 

Herausragende Rolle der "Selbstwirksamkeit"

Dabei zeigte die "Selbstwirksamkeit" eine herausragende Rolle im Kontext von Eigenverantwortung und freiwilligem Arbeitsengagement. Daraus schließen die Wissenschaftler: "Wenn man den proaktiven Motivationsprozess mit der Erkenntnis über die günstige Wirkung positiver Arbeitsatmosphäre und hoher Partizipation kombiniert, kann das freiwillige Arbeitsengagement umfassender gefördert werden."

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