Weiterbildung.de verkauft
Der unter der Überschrift „Startup kauft etablierten Mitbewerber“ veröffentlichte Kauf, soll für die Niederländer ein weiterer Schritt auf dem Weg sein, das „Amazon des Lernens“ zu werden. Eigenen Angaben zufolge habe man dafür einen mittleren sechsstelligen Betrag ausgegeben. Weiterbildung.de galt als etabliertes und als eines der größten Portale im deutschsprachigen Weiterbildungsmarkt. Die Idee dazu hatte Gründerin Brigitte Pietsch, bis zur Übernahme auch Geschäftsführerin des Unternehmens, bereits Ende der 1990er Jahre, im Oktober 2000 wurde das Portal zunächst als reines Informationsportal gelauncht. Ziel war es, mehr Transparenz auf dem deutschen Weiterbildungsmarkt zu schaffen. Dafür gab es zunächst drei Datenbanken, für Trainer, Bildungsanbieter und Tagungshotels. 2011 war die Seite zuletzt überarbeitet worden, um sich den aktuellen Entwicklungen im Social-Media-Bereich anzupassen.
Springest war schon lange an weiterbildung.de interessiert
Springest aus Amsterdam ist bereits seit 2013 in Deutschland aktiv. Bereits damals habe man die Vorteile eines Zusammenschluss mit weiterbildung.de erkannt, habe aber erst 2017 in Kaufverhandlungen eintreten können. Aktuell bietet die Plattform eigenen Angaben zufolge über 200.000 Bildungsprodukte an, davon 34.000 in Deutschland. Das Unternehmen gilt als Marktführer in den Niederlanden und will dieses Ziel auch in Deutschland erreichen. „In den Niederlanden haben wir uns in den letzten zehn Jahren zu einem der Marktführer entwickelt. In Deutschland nutzen wir den Kauf von der Weiterbildung.de-Plattform als eine Art Fast-Forward-Button, um das gleiche Ziel zu erreichen“, sagt Ruben Timmerman, Gründer und Geschäftsführer von Springest. Daran arbeiten aktuell 56 Mitarbeiter in Berlin und Amsterdam.
In Deutschland gibt es aktuell rund 50 Weiterbildungsdatenbanken mit unterschiedlichsten Ausprägungen und Angeboten.
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