Medienkompetenz in der Ausbildung
Die Studie des Bundesinstituts für Berufsbildung (Bibb) bietet eine Querschnittanalyse der Bedeutung von Medienkompetenz über Berufs- und Branchengrenzen hinaus. Für die Untersuchung haben die Bibb-Forscher sowohl die einschlägige Forschungsliteratur ausgewertet als auch Experteninterviews, Fallstudien und Befragungen durchgeführt.
Unterschiedliche Anforderungen in der Ausbildung
Im Ergebnis zeigen die Forscher zunächst, dass die Mediennutzung über verschiedene Branchen und Berufe hinweg wichtiger wird. Ein einheitliches Verständnis davon, was Medienkompetenz ist und welche Fähigkeiten die Auszubildenden künftig mitbringen sollten, gibt es laut der Studie jedoch nicht. Diese fehlende Übereinstimmung liege wiederum darin begründet, dass die Anforderungen in den verschiedenen Berufsgruppen sehr unterschiedlich seien. Statt einheitlicher Vorgaben für alle Berufe empfiehlt das Bibb daher zu prüfen, ob und welche Aspekte von Medienkompetenz in die Ausbildungsordnung aufgenommen werden sollten.
Neue Bibb-Definition zur Medienkompetenz
Hierzu haben die Forscher den Medienkompetenz-Begriff vereinheitlicht und in die Kategorien des Deutschen Qualifikationsrahmens (DQR) eingeordnet: So sollen nun nicht mehr nur die technische Seite, sondern auch Aspekte der Zusammenarbeit, der Kommunikation, des Lernens und der Rahmenbedingungen bei der Arbeit mit Medien enthalten sein. In der Berufsausbildung gilt es laut der neuen Bibb-Definition folgende Fähigkeiten zu berücksichtigen und gezielt zu entwickeln:
- die Fähigkeit zur zielgerichteten Mediennutzung, etwa den aufgabenbezogenen Einsatz einer Software
- die Fähigkeit zur verantwortungsvollen Zusammenarbeit, etwa den verantwortungsvollen Einsatz von Social Media in der Kommunikation
- die zielgerichtete Nutzung von Sprache, etwa den situationsbezogenen sprachlichen Ausdruck
- die Fähigkeit, rechtliche, ethische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen bei der Anwendung und Produktion von Medien zu berücksichtigen
- die Fähigkeit zum selbstständigen Lernen unter Einbezug neuer Medien
Medienkompetenz nicht überall gleichbedeutend
Diese Kompetenzen seien in verschiedenen Abstufungen grundlegend für alle Berufsfelder und Branchen bedeutsam. In einigen Berufen, zum Beispiel in der Medienbranche, könne zur Medienkompetenz jedoch auch die Fähigkeit gehören, Innovationen aufzugreifen und voranzutreiben. Als Antwort auf die Frage, ob und welche Aspekte der Medienkompetenz berufsbezogen berücksichtigt werden sollten, hat das Bibb eine Checkliste erstellt.
Die Checkliste sowie eine ausführliche Dokumentation der Studienergebnisse finden Sie im Bibb-Forschungsbericht "Medien anwenden und produzieren – Entwicklung von Medienkompetenz in der Berufsausbildung".
-
Workation und Homeoffice im Ausland: Was Arbeitgeber wissen müssen
369
-
Acht rettende Sätze für schwierige Gesprächssituationen
280
-
Essenszuschuss als steuerfreier Benefit
259
-
BEM ist Pflicht des Arbeitgebers
208
-
Mitarbeiterfluktuation managen
1574
-
Das sind die 25 größten Anbieter für HR-Software
137
-
Probezeitgespräche als Feedbackquelle für den Onboarding-Prozess
137
-
Warum Offboarding an Bedeutung gewinnt
122
-
Der große NLP-Bluff Teil I: Wie alles begann
1218
-
Studie offenbart zu wenige Strukturen beim Onboarding
97
-
Berufsorientierung auf Augenhöhe
08.07.2026
-
Deel: "Wir können 24/7-Support anbieten"
08.07.2026
-
"Wir sind noch nicht ganz papierfrei"
07.07.2026
-
Reformvorschläge zu Fehlzeiten: Symptombekämpfung statt Heilung
03.07.2026
-
Ergebnisorientierung bremst Entwicklung
02.07.2026
-
Elektronische Entgeltunterlagen ab 2027: So setzen Sie die neue BVV-Pflicht rechtzeitig um
02.07.2026
-
Mitarbeiterbindung beginnt bei der Gehaltsabrechnung
02.07.2026
-
So wird BGM vom Maßnahmenkatalog zum Steuerungsinstrument
30.06.2026
-
Von Inspiration zur Umsetzung: Warum sich die ZP Europe 2026 lohnt
29.06.2026
-
Nachhaltigkeit unter Druck: Gegenwind, aber kein Stillstand
29.06.2026