Unternehmen wollen außergewöhnliche Kundenerlebnisse bieten, aber die „Candidate Experience“ wird häufig außer Acht gelassen. Bild: CEB/Gartner

Bewerber wissen nur allzu gut, wie wichtig es ist, bei einem potenziellen Arbeitgeber den richtigen Eindruck zu hinterlassen. Schließlich geht es darum, ob man die Stelle, auf die man sich bewirbt, erhält oder nicht. Allerdings berücksichtigen Unternehmen häufig nicht, welchen Eindruck sie bei den Kandidaten im Verlauf des Bewerbungsprozesses hinterlassen, und risikieren so schnell einen schlechten Ruf.  Wie aber können Unternehmen bei Kandidaten den richtigen Eindruck hinterlassen? Und wie sieht eine bessere Erfahrung konkret aus? Es gilt vier Dinge zu wissen und zu tun:

1. Bewerber erwarten eine unkomplizierte Online-Erfahrung

Mittlerweile werden Handys für alle möglichen Aktivitäten verwendet, vom Einkauf bis zu Bankgeschäften. Doch die Schritte bei einer Bewerbung sind selten derart klar oder intuitiv zu handhaben. Unternehmen sollten sicherstellen, dass ihre Bewerber-Websites, der Bewerbungsprozess an sich und die Einstellungsassessments von Kandidaten einfach zu handhaben und für Handys optimiert sind. Erfahren Sie mehr über ein ansprechendes Bewerbererlebnis.

2. Kandidaten wünschen sich mehr Transparenz

Kandidaten möchten mehr über die Stelle herausfinden, auf die sie sich bewerben und ob sie dafür geeignet sind. Unternehmen tun sich keinen Gefallen, wenn sie Bewerbern im Vorfeld nicht genügend Informationen über die täglichen Anforderungen der zu besetzenden Stelle und die einzelnen Stadien des Bewerbungsprozesses zur Verfügung stellen. Die Erwartungen von Kandidaten im Voraus zu steuern erleichtert ihnen, die richtigen Kandidaten für den Bewerbungsprozess auszuwählen. Erfahren Sie, wie Sie die richtigen Kandidaten identifzieren und auswählen und den Bewerbungsprozess transparenter gestalten können.

3. Bewerber möchten Feedback

Bewerber möchten Rückmeldung darüber erhalten, wie sie abgeschnitten haben, wie sie mit ihren Qualifikationen im Vergleich zu anderen dastehen und wie sie ihre Chancen in Zukunft verbessern können. Unternehmen müssen keine detaillierten Ergebnisse herausgeben. Einfache Hinweise und Tipps sind oft hilfreicher, um Bewerber in ihrer Entwicklung voranzubringen und gegenüber dem aktuellen Prozess Verbesserungen zu erzielen. Erfahren Sie, wie ein bewerberorientiertes Feedback aussehen sollte.

4. Kandidaten möchten zu ihrem Status auf dem Laufenden gehalten werden

Im Verlauf des Bewerbungsprozesses ergeben sich kritische Kontaktpunkte, an denen Kandidaten von ihren potenziellen Arbeitgebern hören wollen. Diese Kontaktaufnahmen müssen nicht extrem persönlich ausfallen. Sie müssen jedoch klar verständlich und handlungsorientiert sein und die Erwartungen für die nächsten Schritte abstecken. Die Candidate Experience lässt sich im Allgemeinen dadurch erheblich verbessern, wenn ein Unternehmen den Eingang eines Bewerbungsschreibens, den Abschluss von Einstellungsassessments und abgehaltene Bewerbungsgespräche bestätigt bzw. dazu Rückmeldung gibt. Unternehmen müssen Kandidaten außerdem darüber informieren, ob sie bei der Bewerbung erfolgreich waren oder nicht. Erfahren Sie mehr über kritische Kontaktpunkte mit Bewerbern.

Erfolgreiche Unternehmen wissen, dass ein effektiver Recruiting-Prozess in zweifacher Hinsicht wichtig ist: Er hilft, hoch qualifizierte Bewerber zu finden, und steigert die Performance eingestellter Mitarbeiter. Es ist daher für Unternehmen an der Zeit, sich die verfügbaren Technologien zu eigen zu machen und eine ansprechendere, bereicherndere und interaktivere Erfahrung für Kandidaten zu schaffen. 

Schlagworte zum Thema:  Talent Management, Talent-Strategie

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