Die besten Azubis für das Unternehmen gewinnen
Wer potenzielle Ausbildungsbewerber danach fragt, wie sie ihre Position im Bewerbungsprozess einschätzen, bekommt eine selbstbewusste Antwort: Eine große Mehrheit wählte dabei Aussagen wie "Ich informiere mich im Vorfeld und weiß genau, was ich will" (54 Prozent), "Unternehmen und Bewerber begegnen sich auf Augenhöhe" (24 Prozent) oder "Im Prinzip bewirbt sich das Unternehmen bei mir und ich kann mir aussuchen, wo ich hingehe" (fünf Prozent). Nur 17 Prozent wählten die Option "Ich bin froh, wenn ich überhaupt einen Ausbildungsplatz bekomme".
Für die Studie von U-Form Testsysteme mit wissenschaftlicher Begleitung der Hochschule Heilbronn wurden von Januar bis März dieses Jahres 1.155 Teilnehmer befragt – darunter waren 441 Ausbildungsverantwortliche sowie 714 Azubis und Schüler. Die Ergebnisse lassen darauf schließen, dass Azubis auf dem Bewerbermarkt hart umkämpft sind. Um die Azubis für sich zu gewinnen, müssten die Unternehmen nach Einschätzung der Studienautoren aber noch an einem authentischeren Image arbeiten. Denn für "glaubwürdig" oder "eher glaubwürdig" halten nur 62,8 Prozent der Azubis den Außenauftritt der potentiellen Arbeitgeber.
Mehr über Arbeitsinhalte informieren
Zudem passen die Prioritäten, die die Unternehmen identifiziert haben, nicht unbedingt zu denen der potentiellen Bewerber: Die Ausbildungsbetriebe überschätzten demzufolge zum Beispiel die Bedeutung der Leistungen während der Ausbildung sowie des Unternehmensimages für die Wahl eines Ausbildungsbetriebs. Sie unterschätzten hingegen die Relevanz der Faktoren "Jobsicherheit" sowie "Ausbildungsberufe und Arbeitsinhalte".
Bei den Azubis war der Fokus ein anderer: 93 Prozent gaben an, dass "Informationen zu Ausbildungsberufen und Arbeitsinhalten" einen hohen bis sehr hohen Wert für sie hätten – bei den Ausbildungsbetrieben waren es dagegen nur 67 Prozent.
Eltern haben größeren Einfluss als soziale Medien
Woher beziehen die Azubis ihre Informationen zu den Unternehmen? Hier lagen die Karriereseiten der Unternehmen vorne, die 72 Prozent der Befragten "sehr intensiv" oder "intensiv" studierten. Das haben auch die Unternehmer erkannt, denn sie setzten im Vergleich zum Vorjahr verstärkt auf ihre Karriereportale im Internet: 81 Prozent der befragten Ausbildungsbetriebe verfügen mittlerweile über Karriereseiten im Netz. Zum Vergleich: 2012 waren es noch 68 Prozent. Die Qualität der Karriereseiten schnitt allerdings aus Azubi-Perspektive eher mittelmäßig ab: Nur 43 Prozent bewerteten sie als "gut" oder "eher gut".
Überraschend mag hingegen das Ergebnis sein, dass soziale Medien bei den jungen Bewerbern für die Jobsuche noch keine große Lobby haben – nur 19 Prozent gaben an, diese "sehr intensiv" oder "intensiv" zu nutzen. Die Azubis gaben an, lieber auf den Rat von Eltern und Lehrern zu hören (59 Prozent).
-
Acht rettende Sätze für schwierige Gesprächssituationen
401
-
Workation und Homeoffice im Ausland: Was Arbeitgeber wissen müssen
293
-
Jeder zweite Babyboomer geht vorzeitig in den Ruhestand
272
-
Essenszuschuss als steuerfreier Benefit
245
-
BEM ist Pflicht des Arbeitgebers
180
-
Das sind die 25 größten Anbieter für HR-Software
125
-
Probezeitgespräche als Feedbackquelle für den Onboarding-Prozess
119
-
Warum Offboarding an Bedeutung gewinnt
118
-
Der große NLP-Bluff Teil I: Wie alles begann
1068
-
Mitarbeiterfluktuation managen
994
-
Fachkräfteeinwanderung stark rückläufig
12.08.2026
-
Bürokratieabbau in HR: Wenn weniger mehr ist
11.08.2026
-
New-Work-Barometer 2026: HR ist Bürokratiespitzenreiter
11.08.2026
-
Das Dienstrad: wenn Gesundheit zum täglichen Benefit wird
10.08.2026
-
Der Agenda-Stresstest
07.08.2026
-
Jeder Dritte glaubt nicht mehr ans Leistungsprinzip
06.08.2026
-
Jüngere Bewerber werden bevorzugt – trotz fehlender Qualifikation
05.08.2026
-
Die Savanne lebt – in der Art, wie wir Führung beurteilen
05.08.2026
-
ZP Europe 2026: Praxisimpulse, die HR wirklich weiterbringen
03.08.2026
-
Warum künstliche Schönheit in der Personalauswahl nach hinten losgeht
03.08.2026