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220.000 Minijobs werden vom Mindestlohn verdrängt

Die Zahl der Aushilfen mit Minijob ist zurückgegangen. Forscher vermuten als Grund dafür den Mindestlohn.
Bild: Michael Bamberger

Wie so oft in der Forschung lässt sich auch hier der Zusammenhang nur schwer belegen, er ist laut den führenden Wirtschaftsforschern aber wahrscheinlich: Die Zahl der Minijobs geht wohl aufgrund des eingeführten Mindestlohns zurück.

Der seit Anfang 2015 geltende gesetzliche Mindestlohn vernichtet nach Einschätzung der Wirtschaftsforscher im laufenden Jahr bis zu 220.000 Minijobs in Deutschland. Dieser Trend habe sich in Erwartung der Lohnuntergrenze von 8,50 Euro pro Stunde schon im Herbst gezeigt und im Januar dann stark beschleunigt. In der Summe seien - bereinigt um saisonale Schwankungen - in dem Bereich bereits rund 120.000 Menschen weniger beschäftigt, sagte der Konjunkturchef des Ifo-Instituts, Timo Wollmershäuser, bei der Vorstellung des Frühjahrsgutachtens in Berlin.

Vom Minijob zum SV-pflichtigen Job

Im Jahresverlauf werde der Abbau der geringfügigen Beschäftigung (450-Euro-Jobs) auf etwa 220.000 ansteigen. Teilweise seien Minijobber in sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse gewechselt - der größere Teil dürfte jedoch in der stillen Reserve oder in der Arbeitslosigkeit landen, meinte Wollmershäuser.

Er betonte, der Nachweis, dass der von Union und SPD eingeführte Mindestlohn tatsächlich am Wegfall der Minijobs schuld ist, sei schwierig. Aber: „Es deutet vieles darauf hin, dass es der Mindestlohn war.“ Wie erwartet falle der Rückgang der Minijobs in Ostdeutschland, wo das Lohn- und Produktionsniveau noch deutlich geringer als im Westen ist, besonders kräftig aus.

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dpa/Haufe Online Redaktion

Mindestlohn, Minijob, Arbeitsmarkt

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