Eine Probenentnahme ist bei vielen Arbeitsprozessen zwischendurch notwendig - in der Brauerei oder im chemischen Labor. Egal ob es sich um eine harmlose Flüssigkeit oder um eine hochgiftige Substanz handelt, die Sicherheit muss in jedem Fall gewährleistet sein.

Flüssige Stoffe können u. a. auslaufen, verdampfen oder brennen. Sie können dünnflüssig oder zäh sein. All diese Kriterien und noch viele mehr müssen beachtet werden, wenn eine Probeentnahmestelle geplant wird.

Probenentnahme: Entscheidend sind Medium und Betriebsparameter

Eine sichere Probenentnahme ist Grundvoraussetzung zum Überwachen chemischer Reaktionen und damit zur Sicherstellung der angestrebten Qualität der Prozesse, wie Chemie Technik, der Fachinformationsdienst für Entscheider, schreibt. Damit die Entnahmestelle an sich ebenfalls sicher ist, sind zunächst folgende Fragen zu beantworten:

  • Welches Medium (Wasser, Öl, Säure etc.) soll entnommen werden?
  • Welche Rolle spielen die Betriebsparameter wie Druck, Temperatur und Viskosität?
  • Wo soll die Entnahmestelle eingebaut werden, an einer Rohrleitung oder an einem Behälter?
  • Wie viel und wie oft sollen Proben entnommen werden?

Betreiber und Hersteller sollten eng zusammenarbeiten

Mit den gewonnenen Informationen ist es dann wichtig, dass sich der Betreiber mit dem Hersteller austauscht. Anhand der Anforderungen lässt sich entscheiden, welche Werkstoffe für die Armaturen und die Dichtungen in Frage kommen. Es ist auch zu überlegen, ob ein Explosionsschutz notwendig ist.

Einfaches Ventil oder komplexes Entnahmesystem?

Das einfachste Probennahmeventil wird von Hand betätigt und hat keine Sicherheitsfunktion. Mit einem selbstschließenden Handrad erfolgt im Notfall die Totmannschaltung. Für noch mehr Sicherheit sorgen Probenahmesysteme, die z. B. 

  • mit Absperrarmaturen im Ablauf, einem so genannten Schleusensystem,
  • mit Verschlussmöglichkeiten, um unbefugtes Betätigen zu verhindern oder
  • mit Schutzschränken

ausgestattet sind.

Probenentnahme: Mitarbeiter müssen geschult werden

Um eine Gefährdung der Mitarbeiter und eine Kontamination der Umwelt auszuschließen, ist es wichtig, dass eine Flüssigkeit nicht unkontrolliert entweichen kann. Aber auch Absaugmöglichkeiten, Unterweisungen und der Einsatz persönlicher Schutzausrüstung (PSA) können für eine sichere Probenentnahme entscheidend sein.

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