Beim 11. Gefahrstoffschutzpreis wurden Lösungen ausgezeichnet, die das Staubaufkommen am Arbeitsplatz verringern. Denn Staub kann die Gesundheit erheblich gefährden. Und fast jeder achte Erwerbstätige kommt häufig mit Staub, Rauch, Gasen und Dämpfen in Berührung.

Dass Staubentwicklungen oder -belastungen sich praxisnah verringern lassen, zeigen die Lösungen der Sieger des Gefahrstoffpreises des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS), der mit 15.000 EUR dotiert war.

Gefahrstoffschutzpreis: Lösungen zum Schutz vor Stäuben ausgezeichnet.

Gefahrstoffschutzpreis für die Firma Mapei: Vorgemischte Spachtelmasse ist staubarm

In der Kategorie "Staubarme Materialien verwenden" überzeugte die Firma Mapei. Sie entwickelte ein Container-System, Mape-Box genannt, mit dem vorgemischte Spachtelmassen auf die Baustelle geliefert und zeitsparend eingebaut werden können. So entsteht keine Staubbelastung beim Anmischen. Der Arbeitsplatz bleibt sauber.

Ausgezeichnete Lösung der Maschinenfabrik Friedrich Duss: Absaugsystem bewährt sich als staubarme Technik

In der Kategorie "Staubarme Techniken" wurde die Maschinenfabrik Friedrich Duss ausgezeichnet. Sie stellt professionelle Bauwerkzeuge mit speziellen Absaugsystemen her. Die Staubabsaugsysteme für Meißel- und Abbrucharbeiten sind mit einem Industriesauger oder einer Absaugglocke ausgerüstet.

System zur Raumentstaubung von Möcklinghoff Lufttechnik verhindert Staubausbreitung

In der Kategorie "Staubausbreitung verhindern" erhielt Möcklinghoff Lufttechnik den Preis. Die Firma entwickelte ein System zur Raumentstaubung. Der DustBox-Hochleistungsluftreiniger entfernt den Staub aus der Raumluft. Gleichzeitig wird Frischluft zugeführt. So lässt sich die Gesundheitsgefahr durch Staub vemindern. Außerdem entfällt die Reinigung verstaubter Bereiche nach Abschluss der Bauarbeiten.

Drei weitere Lösungen zum Schutz vor Stäuben belobigt

Zusätzlich zu den Preisträgern wurden drei weitere innovative Lösungen belobigt:

  • Die Herstellung staubarmer Quarze für kunstharzgebundene Beschichtungen der Gebrüder Dorfner,
  • ein Hohlbohrer von Hilti Deutschland, der anfallenden Staub direkt beim Bohren absaugt sowie
  • eine Schnellspannvorrichtung, mit der sich staubige Bereiche problemlos abtrennen lassen, der Firma Recknagel.

Schluss mit Staub bietet weitere Informationen

Weitere Informationen zu den Gewinnern und Belobigten des Gefahrstoffschutzpreises sowie Informationen zu staubarmen Arbeiten sind in der Broschüre Schluss mit Staub zusammengestellt.

Staubminderung auf Baustellen

Staub auf Baustellen tritt in verschiedener Gestalt auf, u. a. als

  • mineralischer Mischstaub, der auch Quarz enthalten kann,
  • Holzstaub,
  • Metallstaub,
  • Asbeststaub,
  • künstliche Mineralfasern,
  • Asphaltstaub.

Im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung muss der Arbeitgeber feststellen, ob bei den Tätigkeiten oder Verfahren Stäube entstehen oder freigesetzt werden können. Trifft dies zu, sind alle von den Stäuben ausgehenden Gefährdungen zu beurteilen. Welche Punkte dabei beachtet werden müssen, lesen Sie im Haufe-Fachbeitrag Staubminderung auf Baustellen.

Schlagworte zum Thema:  Gefahrstoff