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Baustellen stressfrei leiten

Bild: Haufe Online Redaktion

Jede Baustelle ist anders. Jeden Tag gibt es neue Herausforderungen. Der ständige Druck und die Verantwortung können einem mit der Zeit zu schaffen machen. Eine Broschüre gibt Tipps, wie man eine Baustelle stressfrei leiten kann.

Stress entsteht vor allem durch Mängel bei Arbeitsorganisation, Arbeitsvorbereitung, Zeitmanagement oder Kommunikation. Läuft da etwas nicht rund, können psychische Belastungen entstehen, die auf Dauer krank machen.

Deshalb ist es wichtig, solche Schwachpunkte im Betrieb aufzudecken. Danach können betriebstaugliche Lösungen entwickelt werden. Wo es „knirscht“, wissen die Mitarbeiter am besten. Und meist haben sie auch eine Idee, was verbessert werden könnte.


Bauleitung unter Stress

Fast immer sind es die Rahmenbedingungen, die den Arbeitsalltag zum Problem werden lassen können.

  • Situationen können sich von einem Tag auf den anderen ändern, wenn etwa Mitarbeiter krank werden oder Maschinen und Geräte nicht wie vereinbart geliefert werden.
  • Ständig finden Unterberechungen statt, wenn etwa ein Gespräch durch übermäßigen Lärm oder durch eine Zwischenfrage von einer weiteren Person gestört wird.
  • Der Zeitplan kann durcheinanderkommen, wenn etwa bei der Fahrt zu einem wichtigen Gesprächstermin ein Stau die Straßen dicht macht.

Und dann gibt es auch immer einmal wieder ärgerliche Situationen oder Konflikte etwa zwischen der Bauleitung, dem Architekten und dem Bauherrn, die gelöst werden müssen.

 

Bauleitung ohne Stress

Der Leitfaden der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) gibt Anregungen, wie Bauleiter und Betrieb Stress vermeiden können. Neben der Stressprävention geht es auch um Stressbewältigung sowie Strategien zum Stressabbau. Hier drei Tipps aus der Broschüre:

  • In die Zeitplanung gehören Puffer für Unvorhergesehenes und Störungen.
  • Während der Zeit im Büro Anrufe zeitweise umleiten oder auf den Anrufbeantworter laufen lassen, damit ungestört gearbeitet werden kann.
  • Die Kenntnisse der Fachkraft für Arbeitsschutz nutzen und die Position des Sicherheitsbeauftragten auf der Baustelle stärken.

 

Kontinuierlicher Verbesserungsprozess

Ist trotzdem einmal etwas schief gelaufen, sollte man sich die Zeit nehmen und in Ruhe darüber nachdenken, woran es gelegen hat. Daran anschließend lohnt es sich, zu überlegen, wie das gleiche Thema beim nächsten Mal reibungslos abgewickelt werden kann.

 

Ausführliche Informationen enthält die BAuA-Broschüre „Bauleitung ohne Stress“, die Sie hier herunterladen können.

Schlagworte zum Thema:  Stress, Baustelle, Stressabbau, Stressmanagement

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