30.07.2012 | Schwerstarbeit Müllwerker

Kniebelastungen sind erheblich

Kniebeschwerden können beruflich bedingt sein
Bild: Haufe Online Redaktion

Müllwerker sind bei ihrer Arbeit erheblichen Belastungen ausgesetzt, u. a. auch der Kniegelenke. Nach einem Urteil des Hessischen Landessozialgerichts, muss die Berufsgenossenschaft die Meniskuserkrankung eines Müllwerkers als Berufserkrankung anerkennen und entsprechend entschädigen.

Der Fall: Ein Müllwerker erlitt während seiner Tätigkeit ein Verdrehtrauma im rechten Kniegelenk. Die Untersuchung ergab eine ausgeprägte degenerative Meniskuserkrankung.

Die Berufsgenossenschaft lehnte eine Entschädigung des Arbeitsunfalls ab

Begründung: Die Erkrankung sei keine Unfallfolge. Es liege auch keine Berufskrankheit vor, da Müllwerker nicht entsprechenden Kniebelastungen ausgesetzt seien. Der Mann klagte auf Anerkennung als Berufskrankheit.

Das Urteil: Die Berufsgenossenschaft musste die Erkrankung anerkennen

Müllwerker seien bei ihrer Tätigkeit in erheblich höherem Maße als die übrige Bevölkerung Belastungen der Kniegelenke ausgesetzt, befanden die Richter. Dies resultiere aus der häufigen und erheblichen Bewegungsbeanspruchung insbesondere beim Laufen und Springen mit häufigen Knick-, Scher- oder Drehbewegungen auf unebenem Untergrund. Solche Belastungen lägen auch bei Hochleistungssportlern wie Fußball-, Handball- und Basketballspielern vor, deren Meniskuserkrankungen als Berufskrankheiten anerkannt würden.

Schlagworte zum Thema:  Berufskrankheit, Berufsgenossenschaft

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