27.05.2014 | Compliance im Umwelt- und Arbeitsschutz

Pflichtenmanagement und Kommunikation

"Undichte" Stellen bei der Compliance im Arbeits- und Umweltschutz können gravierende Folgen haben.
Bild: Haufe Online Redaktion

Ein Verstoß gegen Arbeits- und Umweltschutzanforderungen kann massive Folgen für Mensch und Umwelt haben. Mit einem Compliance-Managementsystem sollen betriebliche Risiken erkannt, abgestellt und damit eine Haftung vermieden werden. Schlüssel für den Erfolg sind hierbei ein Pflichtenmanagement und eine funktionierende interne Kommunikation.

Compliance im Arbeits- und Umweltschutz ist eigentlich kein neues Thema. Von daher ist davon auszugehen, dass jedes Unternehmen – bewusst oder unbewusst – bereits Complianceaktivitäten betreibt. Neu ist die Intensität, wie derartige Themen durch Umwelt- und Arbeitsschutzaufsichtsbehörden, Auditoren und Öffentlichkeit verfolgt werden – Stichwort: "Vollständigkeit von Rechtskatastern und Pflichtenkatalogen".

Compliance-Anforderungen im Arbeits- und Umweltschutz

Bei der Compliance im Arbeits- und Umweltschutz haben wir es vor allem mit folgenden Anforderungen zu tun:

  • Anforderungen aus Rechtsvorschriften,
  • Bedingungen und Nebenbestimmungen aus Genehmigungen,
  • externe Anforderungen (Kundenanforderungen, Öffentlichkeit).

Durch Pflichtenmanagement Compliance im Unternehmen implementieren

Ein Compliance-Managementsystem im Arbeits- und Umweltschutz basiert i. W. auf den rechtlichen Vorschriften und Genehmigungen in diesem Bereich. Der Erfolg beruht darauf, dass aus den geltenden Vorschriften konkrete Pflichten formuliert, delegiert und dokumentiert umgesetzt werden. Aus den Pflichten muss transparent hervorgehen, wer was wann wie zu tun hat.

Da es sich hierbei um eine große Anzahl an Pflichten handeln kann, die die Mitarbeiter erfüllen müssen, kann es leicht zur Überforderung kommen – "Was soll ich denn noch alles tun?". Die Vorgesetzten müssen daher ihrer Organisations- und Sorgfaltspflicht auch insofern nachkommen, dass sie ausreichend personelle Ressourcen zur Verfügung stellen. Dies kann durch interne Kräfte erfolgen, aber auch durch externe Unterstützung von Fachfirmen.

Interne Kommunikation als Schlüssel eines funktionierenden Compliance-Managementsystems

Nur mit einer gut funktionierenden internen Kommunikation kann es gelingen, dauerhaft einen sehr guten "Compliancezustand" in einem Unternehmen zu erreichen und zu halten. Zentral dabei ist ein systematischer Workflow, um "Tagesdelegationen" zu verhindern.

Damit sind Anweisungen gemeint, die auf den ersten Blick "mal eben schnell so gemacht werden können". Denn hierin liegt eine Gefahr, in unsichere Situationen zu kommen und "nicht-compliant" zu handeln.

Compliance-Verstöße können gravierende Folgen haben

Ein Verstoß gegen Anforderungen aus Rechtsvorschriften und Genehmigungen zieht ein straf- oder ordnungswidrigkeitsrechtliches Verfahren nach sich. Denn damit können Personenschäden oder auch Umweltschäden verbunden sein. Ein Verstoß gegen externe Anforderungen kann massive ökonomische Einbußen zur Folge haben.

Mit Compliance-Maßnahmen und einem Compliance-Managementsystem im Arbeits- und Umweltschutz sollen betriebliche Risiken erkannt, abgestellt und damit eine Haftung vermieden werden. Aber Compliance im Arbeits- und Umweltschutz macht nur einen Teilbereich der gesamten Unternehmenscompliance aus. Daher ist eine Einbettung der Compliance-Aktivitäten in ein unternehmensweites Compliance-Managementsystem unerlässlich.

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Schlagworte zum Thema:  Compliance-Kultur, Compliance-Organisation, Compliance-Management, Compliance-Beauftragter, Compliance

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