| Inklusionspreis 2014

Fünf Unternehmen für beispielhaftes Engagement ausgezeichnet

SAP hat den Inklusionspreis 2014, Kategorie Großkonzern, gewonnen
Bild: SAP AG/Stephan Daub

Über 80 sehr unterschiedliche, große und kleine Unternehmen hatten sich um den Inklusionspreis beworben. Das zeigt schon, dass Inklusion im Großkonzern und im Kleinstbetrieb gelingen kann. In fünf Kategorien, gestaffelt nach der Unternehmensgröße, erhielt je ein Unternehmen den begehrten Inklusionspreis 2014.

Der Softwarekonzern SAP SE erhielt den Preis in der Kategorie „Mehr als 10.000 Mitarbeiter“. Ausgewählt wurde SAP, da es seine Inklusionsziele in einem Aktionsplan festhält und die Beschäftigten talent- statt defizitorientiert einsetzt. So beschäftigt das Unternehmen Menschen mit Autismus als IT-Consultants.

Mit diesem außergewöhnlichen Ansatz löste SAP auch eine Diskussion zum Thema Autismus aus, da die Betroffenen als wertvolle Mitarbeiter wahrgenommen werden.

Erstes deutsches Zeitarbeitsunternehmen erfüllt die 5-%-Schwerbehinderten-Quote

Stegmann Personaldienstleistung erhielt den Inklusionspreis, da es als erstes deutsches Zeitarbeitsunternehmen die 5-%-Schwerbehinderten-Quote erfüllt. Menschen mit Behinderungen werden sowohl im eigenen Unternehmen eingestellt, als auch an Arbeitgeber weiter vermittelt.

Gemeinsame Ausbildung von Jugendlichen mit und ohne Behinderungen

Bei der Schneider Electric Sachsenwerk GmbH sind über 8 % der 862 Beschäftigten Menschen mit Behinderung. Für sie werden jeweils passende individuelle Lösungen im Betrieb geschaffen. So engagiert das Unternehmen z. B. für die gehörlosen Mitarbeiter einen Gebärdendolmetscher, der bei den Betriebsversammlungen übersetzt. Zudem bildet das Unternehmen Jugendliche mit und ohne Behinderungen gemeinsam aus.

Kunden schätzen die Arbeit

Das Reinigungsunternehmen Forever Clean gibt gesellschaftlich benachteiligten Menschen eine berufliche Chance bei Einsätzen im Außendienst. Die Kunden schätzen die Arbeit der Menschen mit Behinderung. Und die sind nicht nur dankbar für den Arbeitsplatz, sondern bleiben auch langfristig dabei.

Persönliches Engagement und Kooperation unter einem Dach

Die Hausärztin Dr. Heide Forstreuter-Walbert und der Gasthof Freiämter Hof bauten auf eigene Kosten ihr Haus um. Durch dieses persönliche Engagement und die Kooperation können sie nun einen jungen querschnittgelähmten Mann beschäftigen.

Schlagworte zum Thema:  Inklusion, Behinderter Mensch, Erwerbsfähige behinderte Menschen

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