Kleine Pausen können helfen
Die Gedanken schweifen ab und in der Sache geht es nicht richtig voran: Solche Konzentrationsprobleme hat jeder mal. Nun versuchen viele, ihre Arbeit krampfhaft zu Ende zu bringen. Das Ergebnis ist nicht selten voller Fehler. In so einer Situation ist es deshalb besser, die Arbeit kurz zu unterbrechen, sagt Anette Wahl-Wachendorf. Sie ist Vizepräsidentin des Verbands der Betriebs- und Werksärzte.
Kurze Pausen bringen die Konzentration zurück
Das kostet zwar zunächst ein paar Minuten Zeit, rentiert sich aber, weil Berufstätige hinterher wieder schneller arbeiten. In der Pause sollten Beschäftigte dann etwas anderes machen - etwa einen kurzen Plausch mit Kollegen halten.
Doch nicht immer ist Zeit, die Arbeit zu unterbrechen
In so einem Fall hilft häufig eine einfache Übung, die sich unauffällig am Schreibtisch machen lässt. Beschäftigte sollten erst die rechte Hand zur Faust zusammenballen, 5 Sekunden anspannen und dann wieder lockerlassen. Das Gleiche wiederholen sie dann auf der anderen Seite, rät Wahl-Wachendorf. Wer das auf beiden Seiten mehrmals macht, kann sich danach ebenfalls wieder besser konzentrieren.
Konzentrationsprobleme können auch von Eisenmangel kommen
Wenn Berufstätige sich ohne ersichtlichen Grund müde durch den Alltag schleppen, leiden sie möglicherweise unter Eisenmangel. Erwachsene, die sich normal ernähren, nehmen in der Regel genug Eisen auf - auch Vegetarier, denn viele Gemüsesorten sind eisenhaltig. Zu einem Mangel kann es bei einseitiger Diät oder Mangelernährung kommen. Bei manchen Menschen funktioniert auch die Eisenaufnahme im Körper nicht gut.
Hans-Michael Mühlenfeld, Mitglied im Deutschen Hausärzteverband, rät in diesen Fällen, auf natürlichem Weg mehr Eisen zu sich zu nehmen: "Etwa Rote-Beete-Saft oder Saft aus roten Trauben aus dem Reformhaus, da ist viel Eisen drin."
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