29.04.2014 | Alkoholkonsum

Gefahr wird unterschätzt

Ein Gläschen in Ehren ... naja usw.
Bild: Haufe Online Redaktion

Alkoholiker ist man nicht erst bei regelmäßigen Trinkexzessen oder Vollräuschen. Aber wann beginnt die Alkoholsucht? Ist das regelmäßige Feierabendbier bedenklich?

Alkoholismus wird einer Umfrage der Apotheken-Umschau zufolge unterschätzt. Jeder Dritte meint, Abhängigkeit entstehe erst durch häufige Trinkexzesse bis fast zum Vollrausch.

Zugleich gibt aber etwa jeder Achte zu, wegen seines Alkoholkonsums schon ein schlechtes Gewissen gehabt zu haben. Für die Umfrage befragte die GfK Marktforschung Nürnberg 1.977 Frauen und Männer ab 14 Jahren.

Alkoholsucht entsteht schleichend bei regelmäßigem Konsum

"Häufiges Rauschtrinken kann zwar das Suchtrisiko erhöhen, aber meist entsteht eine Sucht schleichend", meint Michaela Goecke, Leiterin des Referats für Suchtprävention in der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). In der Regel ebne ein regelmäßiger Konsum, der sich langsam erhöht, den Weg in die Abhängigkeit.

Regelmäßiger Alkoholkonsum zum Abschalten

Etwa jeder Zehnte der Befragten trinkt abends regelmäßig Alkohol, um abschalten zu können. 15,7 % fällt es am Abend oder in Gesellschaft schwer, auf das gewohnte Gläschen zu verzichten. Männer gaben eher als Frauen an, zu viel zu trinken oder sich darüber Gedanken zu machen.

Immerhin sagten drei Viertel der Befragten, es gebe immer wieder längere Zeiten, etwa einige Wochen, in denen es ihnen nichts ausmache, gar keinen Alkohol zu trinken.

Es gibt keinen risikolosen Alkoholkonsum

Mit zunehmendem Alkoholkonsum steigt die Gefahr für zahlreiche akute und chronische gesundheitliche Probleme und für psychosoziale Störungen. Auch im betrieblichen Alltag sind die richtigen Präventionsstrategien gefragt. Mehr dazu lesen Sie hier.

Schlagworte zum Thema:  Alkohol, Alkoholismus, Alkoholprävention, Alkoholkonsum

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