Bei einer Atemwegsallergie, wie z. B. beim Heuschnupfen, handelt es sich um eine Typ-I-Allergie. Hier reagiert zunächst das Immunsystem auf die eingeatmeten Allergene (z. B. Blütenpollen) mit der Herstellung von Antikörpern. Das Immunsystem ist nun gegen diese Antigene sensibilisiert. Die Sensibilisierung kann mithilfe eines Bluttests oder eines Haut-Pricktests ärztlich festgestellt werden. Allergische Beschwerden, wie z. B. Augentränen oder Naselaufen, treten zu diesem Zeitpunkt noch nicht auf. Trifft der Organismus erneut auf die Allergene, reagiert das Immunsystem mit der Freisetzung von Histamin und weiteren Substanzen, die die Allergie-typischen, unangenehmen Symptome verursachen. Man spricht von einer Soforttyp-Allergie, weil die Symptome innerhalb von Sekunden und Minuten auftreten.

Allergiesymptome und die Beschwerden an Augen und Nase als Reaktion auf einen Reizstoff sind kaum zu unterscheiden. Hier besteht das Risiko einer Fehlinterpretation, sodass als Ursache fälschlicherweise ein Luftschadstoff vermutet wird. Etwa 40 bis 50 % der Bevölkerung sind Atopiker, d. h., sie haben eine angeborene Neigung "allergiebereit" zu sein, ohne es zu wissen, und etwa die Hälfte entwickelt auch tatsächlich eine Allergie.

 
Achtung

Duftstoffallergie

Probleme mit Duftstoffen, z. B. in Körper- oder Raumpflegeprodukten, treten bei direktem Kontakt mit der Haut auf. Man spricht dann von einer Typ-IV-Allergie oder auch Kontaktallergie, wie z. B. bei der Nickel-Allergie. Die allergische Reaktion wird durch T-Lymphozyten, spezielle weiße Blutkörperchen, vermittelt. Sie ist damit die einzige zellvermittelte allergische Reaktion. Da die allergische Reaktion erst nach Stunden bis Tagen sichtbar wird, spricht man auch von der Spättyp-Allergie.[1]

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