(1) Abwasser aus der Betriebseinheit Alkalichloridelektrolyse ist so weit, wie es aus technischen Gründen möglich ist, in den Produktionsprozess zurückzuführen.

 

(2) Quecksilber und Asbest dürfen im Abwasser nicht enthalten sein. Diese Anforderungen gelten als eingehalten, wenn in der Betriebseinheit Alkalichloridelektrolyse Quecksilber und Asbest nicht im Produktionsverfahren eingesetzt werden.

 

(3) Der Anfall von Abwasser und die Emissionen von Chlorid sind so gering wie möglich zu halten. Dies soll insbesondere durch folgende Maßnahmen erfolgen:

 

1.

Recycling von Prozessströmen aus der Alkalichloridanlage,

 

2.

Konzentration von Solefiltrationsschlamm,

 

3.

Recycling salzhaltigen Abwassers aus anderen Produktionsprozessen,

 

4.

Nutzung von Abwasser für die Solung.

Bei Anwendung des Membranverfahrens sollen zusätzlich folgende Maßnahmen ergriffen werden:

 

1.

Rückführung der Sole,

 

2.

Aufreinigung der Sole vor Rückführung in die Elektrolyse durch Nanofiltration oder durch ein gleichwertiges Verfahren.

 

(4) Die Emissionen von Chlorat sind so gering wie möglich zu halten. Dies soll insbesondere durch folgende Maßnahmen erfolgen:

 

1.

Verwendung hochreiner Sole,

 

2.

Ansäuerung der Sole vor der Elektrolyse,

 

3.

Reduktion von Chlorat mit Säure,

 

4.

katalytische Reduktion von Chlorat,

 

5.

Verwendung chlorathaltiger Abwasserströme in anderen Produktionseinheiten.

Bei Anwendung des Membranverfahrens sollen zusätzlich folgende Maßnahmen ergriffen werden:

 

1.

Einsatz von Hochleistungsmembranen,

 

2.

Einsatz von Hochleistungselektroden mit entsprechenden Beschichtungen.

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