50 Unternehmen und ihr Appell an die Regierung
Muss Deutschland (mehr) machen? Mit einem aktuellen Appell richten sich 50 deutsche Unternehmen – unterstützt von der Stiftung KlimaWirtschaft – an die künftigen Koalitionsparteien und fordern sie dazu auf, die „nötigen Weichen für einen starken und klimaneutralen Wirtschaftsstandort zu stellen“. Das gibt die KlimaWirtschaft heute in einer Pressemitteilung bekannt.
Unternehmen in Sorge vor dem klimapolitischen Roll-Back
Rezession, Klimakrise, geopolitische Konflikte – die deutsche Wirtschaft steht laut der Stiftung KlimaWirtschaft vor enormen Herausforderungen. Das Selbstverständnis, dass Made in Germany mit Innovationen gleichbedeutend ist, sei am Bröckeln. Die Pariser Klimaziele versteht das Bündnis als Innovationsziele.
Was die Unterzeichner:innen antreibt, ist die Sorge vor einem klimapolitischen Roll-Back. Eine zügige Transformation zur Klimaneutralität hingegen könne Wohlstand, Wettbewerbsfähigkeit und sichere Arbeitsplätze in Deutschland schaffen. Unternehmen seien in Vorleistung gegangen und hätten in den letzten Jahren massiv in die Transformation investiert.
In Zukunft brauche es jedoch eine zukunftsfähige Wirtschafts- und Standortpolitik, die langfristig verlässliche Rahmenbedingungen schafft und pragmatisch Lösungen fördert. „Wir erwarten von der neuen Bundesregierung, dass sie diese Politik ins Zentrum ihres Handelns stellt. Der internationale Wettbewerb drängt. Wollen wir Made in Germany wieder zu unserem Wachstumsmotor im 21. Jahrhundert machen, können wir uns keinen weiteren Aufschub leisten“, heißt es in der Pressemitteilung.
Stimmen aus der KlimaWirtschaft
Prof. Dr Michael Otto, Präsident der Stiftung KlimaWirtschaft und Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrats der Otto Group sagt dazu: „Zehn Jahre nach Paris zeigt sich die Klimakrise immer deutlicher. Die neue Bundesregierung muss mutige Entscheidungen treffen, um eine klimafreundliche Zukunft zu sichern und Arbeitsplätze in zukunftsfähigen Branchen zu schaffen. Eine faire Verteilung der Kosten und demokratische Beteiligungsprozesse sind der Schlüssel, um Akzeptanz für den notwendigen Wandel zu schaffen.“
„Als Stimme der Wirtschaft fordern wir von der kommenden Bundesregierung einen klaren Fahrplan zur Einhaltung der Klimaziele. Für uns ist klar: Ohne eine zügige Transformation verliert der Standort immer weiter an Wettbewerbsfähigkeit. Neben verlässlichen Rahmenbedingungen und mehr Pragmatismus ist für die kommende Legislatur deshalb vor allem eine massive Investitionsoffensive gefragt“, fordert Sabine Nallinger, Vorständin der Stiftung KlimaWirtschaft.
Acht Punkte für einen starken und klimaneutralen Standort
- Verlässliche Rahmenbedingungen für Investitionen
- Eine Saubere, wettbewerbsfähige und sichere Energieversorgung
- Anreize für private Investitionen ermöglichen
- Staatliche Investitionen verstetigen
- Den Hochlauf klimafreundlicher Produkte unterstützen
- Innovationen in Deutschland gezielt fördern
- Mehr Pragmatismus bei der Transformation
- In Europa Verantwortung übernehmen
Diese Unternehmen haben den Appell unterzeichnet
1Komma5° GmbH, ALDI SÜD Dienstleistungs-SE & CO. oHG, Alterric Deutschland GmbH, Aurubis AG, Bausparkasse Schwäbisch Hall AG, BNP Paribas S.A. Niederlassung Deutschland, DAIKIN Airconditioning Germany GmbH, Deutsche Rockwool GmbH, Dirk Rossmann GmbH, Eberspächer Gruppe GmbH & Co. KG, EnBW Energie Baden-Württemberg AG, Enercon GmbH, Enertrag SE, EWE Aktiengesellschaft, Flix SE, GLS Gemeinschaftsbank eG, Goldbeck GmbH, Heidelberg Materials, Hermes Germany GmbH, HOFFMANN + VOSS GmbH, IKEA Deutschland GmbH & Co. KG, ING Deutschland, K&S AG, Kneipp Gruppe, MAN Energy Solutions SE, Naturstrom AG, Octopus Energy Germany GmbH, Otto Fuchs KG, Otto Group, Otto GmbH & Co KG, Phoenix Contact Power Suppliers GmbH, Papier- und Kartonfabrik Varel GmbH & Co. KG, Saint-Gobain Germany & Austria, Salzgitter AG, Schüco International KG, Sick GmbH, Signify GmbH, SMA Solar Technology AG, SMS group GmbH, S. Siedle & Söhne Telefon- und Telegrafenwerke OHG, Strabag SE, Sunfire AG, Thermondo, Trianel GmbH, Union Asset Management Holding AG, Vaude Sport GmbH & Co. KG, Velux Deutschland GmbH, VTG GmbH, Wacker Chemie AG, Wilkhahn+Hahne GmbH+Co. KG, ZINQ GmbH & CO. KG
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