| Praxis-Tipp

Unterhaltszahlungen an Flüchtlinge steuerlich absetzbar

Wichtig ist eine schriftliche Verpflichtung, alle Kosten für den Lebensunterhalt zu tragen.
Bild: Haufe Online Redaktion

Wer Flüchtlinge finanziell direkt unterstützt, kann dies bei seiner Steuererklärung geltend machen. Denn Unterhaltszahlungen können Steuerzahler als außergewöhnliche Belastungen absetzen.

Darauf weist Timo Bell von der Lohnsteuerhilfe für Arbeitnehmer hin. Das gilt auch, wenn keine Unterhaltspflicht besteht. Damit die Zahlungen steuerlich berücksichtigt werden, muss die unterstützte Person also nicht zur Familie gehören.

Der Unterstützende muss sich aber schriftlich verpflichten, alle Kosten für den Lebensunterhalt des Flüchtlings zu tragen. Wichtig ist immer: Wer zahlt, muss alle Belege und Quittungen aufheben, damit er sie gegebenenfalls beim Finanzamt einreichen kann. Das ist jedoch nicht nötig, wenn der Flüchtling im Haushalt des Unterhaltszahlers lebt. Nimmt also jemand Flüchtlinge bei sich auf, geht das Finanzamt davon aus, dass jeweils der Höchstbetrag ausgegeben worden ist. Dieser lag im vergangenen Jahr bei 8.354 EUR und in diesem Jahr bei 8.472 EUR.

Schlagworte zum Thema:  Einkommensteuer, Unterhalt

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