03.06.2015 | Pflegeversicherung

Rücklagen der Pflegeversicherung bei 6,6 Milliarden Euro

Rücklagen der Pflegeversicherung steigen seit 2005.
Bild: MEV-Verlag, Germany

Die Pflegeversicherung hat Rücklagen von ca. 6,6 Milliarden Euro. Dies geht unter anderem auf die gute Konjunktur und die letzte Erhöhung des Beitragssatzes zur Pflegeversicherung um 0,3 Punkte auf 2,35 Prozent zurück.

Dies teilte der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) am 2.6.2015 im brandenburgischen Sommerfeld zur finanziellen Situation der Versicherung Ende 2014 mit. Die Rücklagen seien seit 2005 kontinuierlich angestiegen, unter anderem aufgrund der guten Konjunktur.

Beitragssatz zur Pflegeversicherung soll erneut erhöht werden

Zuletzt wurde der Beitrag zur Pflegeversicherung um 0,3 Punkte auf 2,35 Prozent angehoben. Das ergibt den Angaben zufolge zusätzliche Einnahmen von 3,6 Milliarden Euro jährlich. Die Koalition plant eine weitere Anhebung um 0,2 Prozentpunkte (2,4 Milliarden Euro).

Der GKV-Spitzenverband geht davon aus, dass Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) noch vor der parlamentarischen Sommerpause einen Gesetzentwurf für das Pflegestärkungsgesetz II vorlegen will.

Neuer Pflegebedürftigkeitsbegriff zentral

Zentraler Punkt ist ein neuer Pflegebedürftigkeitsbegriff, der eine differenziertere Einschätzung der Pflegebedürftigkeit ermöglichen soll. Die bisherige Einteilung in drei Pflegestufen wird durch fünf Pflegegrade abgelöst. Die Neueinteilung in Pflegegrade solle keinen Pflegebedürftigen, der schon heute Leistungen erhält, künftig schlechter stellen.

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Schlagworte zum Thema:  Pflegeversicherung, Pflegebedürftigkeit, Beitragssatz

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