14.03.2016 | Krankenkasse

Ministerium reagiert gelassen auf steigende Zusatzbeiträge

Die Zusatzbeiträge bei den gesetzlichen Krankenkassen sollen steigen. Laut Bundesregierung noch kein Grund zur Besorgnis.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Die Ankündigung der gesetzlichen Krankenkassen, die Zusatzbeiträge zu erhöhen, stößt bei der Bundesregierung auf Gelassenheit.

«Auch wir gehen in den kommenden Jahren von einem moderaten Preisanstieg aus», sagte ein Sprecher von Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) am 11.3.2016 in Berlin. Konkrete Prognosen für das kommende Jahr würden aber im Oktober festgelegt - erst dann ließen sich nähere Aussagen treffen.

Erhöhung der Zusatzbeiträge 

Doris Pfeiffer vom GKV-Spitzenverband hatte der «Neuen Osnabrücker Zeitung» gesagt, in den kommenden Jahren erwarte sie einen durchschnittlichen Anstieg der Zusatzbeiträge um jeweils zwei Zehntel. Gleichzeitig forderte sie eine gesetzliche Regelung, um die Preise bei neuen Arzneimitteln wirkungsvoller zu begrenzen.

Arzneimittelkosten bleiben konstant 

Der Ministeriumssprecher betonte allerdings, gemessen an den Gesamtausgaben der Kassen seien die Ausgaben für Arzneimittel zuletzt relativ konstant geblieben. Gleichzeitig verwies er auf den sogenannten Pharmadialog zwischen Politik, Industrie und Wissenschaft, der kurz vor dem Abschluss stehe. In einem Monat werde man erste Ergebnisse veröffentlichen können.

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