Deutsche vertrauen Minijobbern im Privathaushalt
Derzeit definieren sich die Grenzen der Privatsphäre durch stetig verändernde Kommunikationstechnologien neu. Im Alltag werden daher oft nur Familie, Freunde oder öffentlich anerkannte Persönlichkeiten als verlässlich angesehen.
Obwohl Minijobber (geringfügig entlohnt Beschäftigte) selten zu diesen Vertrauensgruppen zählen, gelten sie als besonders vertrauenswürdig. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen forsa-Umfrage im Auftrag der Minijob-Zentrale.
Minijobber im Privathaushalt und Arbeitgeber sind „Ziemlich beste Freunde“
Für die Umfrageergebnisse wurden über 1.000 Personen interviewt. "Die Zahlen zeigen, wie positiv das Image der Haushaltshilfen ist – zu Recht, denn sie leisten viel für unsere Gesellschaft, z. B. für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf", erklärt Dr. Erik Thomsen, Leiter der Minijob-Zentrale in Essen.
Am stärksten ist das Vertrauen in die Minijobber im Privathaushalt ausgeprägt. Die Minijobber genießen fast ebenso hohes Vertrauen ihrer Arbeitgeber wie Familie und Freunde.
Wem vertrauen Sie bei der Kinderbetreuung?
Während 96 % der Befragten ihre Kinder ohne Bedenken in die Obhut der Familie und 85 % zu Freunden geben, würden 82 % die eigenen Kinder ihren Minijobbern zur Betreuung anvertrauen. Die Haushaltshilfen erhalten mehr Zuspruch als Nachbarn (73 %), Arbeitskollegen (53 %) oder Hausärzte (50 %).
"Es gibt keinen Grund, die Kinderbetreuung außerhalb des eigenen Haushalts in Kinderkrippen oder -gärten höherwertiger als die Kinderbetreuung im Haushalt anzusehen", kommentiert der Wirtschaftsweise Prof. Dr. Lars P. Feld die Ergebnisse.
Minijobber toppen andere Berufsgruppen bei der Vertrauensfrage
Verglichen mit anderen Dienstleistern des Alltags, wie z. B. Möbelpacker oder Handwerker, erreichen Minijobber unübertroffene Vertrauenswerte. 77 % der Arbeitgeber lassen ihren Haushaltshilfen freie Hand bei der Arbeit. Handwerker würden nur 22 % und Möbelpacker sogar nur 8 % der Befragten ohne Kontrolle arbeiten lassen.
Vertrauen ist wichtiger als das Gehalt des Minijobbers
Die hohe Wertschätzung der Arbeitgeber gegenüber ihren Minijobbern spiegelt sich auch in den Auswahlkriterien für eine Haushaltshilfe wider: Neben der Qualifikation ist für 91 % der Befragten das Vertrauensverhältnis zum Minijobber wichtig oder sehr wichtig. Der das geforderte Entgelt spielt im Bewerbungsgespräch nur für 35 % eine entscheidende Rolle.
Minijobber verursachen nur geringe Lohnnebenkosten
Für Dr. Erik Thomsen ist dieses Ergebnis leicht zu erklären: „Die regelmäßige Arbeit im Haushalt ist ohne gegenseitiges Vertrauen nicht möglich. Außerdem sind die Kosten gering. Insgesamt bezahlen Arbeitgeber maximal 14,44 % des Arbeitsentgelts für Sozialabgaben. Durch Schwarzarbeit hingegen lassen sie ihren Minijobber im Dunkeln stehen – wesentliche Rechte bleiben ihm verwehrt.“
Schwarzarbeit bekämpfen
Daher sollte jeder Minijobber als Zeichen gegen die Schattenwirtschaft bei der Minijob-Zentrale angemeldet werden. Denn legale Minijobs senken die Schwarzarbeit und erhöhen das Bruttoinlandsprodukt
Minijobber einfach anmelden – per Haushaltsscheck
Die Anmeldung eines Minijobs im Privathaushalt ist kinderleicht. Der Arbeitgeber vermeidet mit der Anmeldung über das Haushaltsscheck-Formular ein Bußgeld von bis zu 5.000 EUR. Minijob-Arbeitgeber können 20 % der Kosten – bis zu 510 EUR im Jahr – von der Steuer absetzen. Für Kinderbetreuung im Privathaushalt können sogar bis zu 4.000 EUR jährlich pro Kind als Sonderausgabe bei der Einkommensteuererklärung geltend machen.
Minijob-Zentrale ist Ansprechpartner
Bei allen Fragen rund um die Anmeldung von Minijobbern oder zum Haushaltsscheck-Verfahren steht die Service-Hotline der Minijob-Zentrale unter 0355 / 290 270 799 zur Verfügung
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