| Zusatzbeitragssatz

BVA erwartet deutlich höhere Krankenkassenbeiträge

Krankenkassenbeitrag könnte um 40 Euro im Monat steigen.
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Gesetzlich Krankenversicherte werden zukünftig deutlich höhere Krankenkassenbeiträge zahlen müssen. Das Bundesversicherungsamt rechnet in den nächsten Jahren mit einem spürbaren Anstieg der Zusatzbeiträge.

Die Einnahmen würden nicht mehr so schnell wachsen, die Kosten hingegen steigen, sagte Behördenpräsident Maximilian Gaßner am 25.2.2015 dem Bayerischen Rundfunk.

Viele Krankenkassen werden Rücklagen in 2015 auflösen

Viele Kassen müssten deshalb in diesem Jahr bereits anfangen, die Rücklagen aufzubrauchen, die sie in den vergangenen Jahren dank der guten Konjunktur anlegen konnten. Gaßners Behörde hat die Aufsicht über bundesweite Kassen wie Techniker Krankenkasse, Barmer oder DAK.

Zusatzbeitrag könnte auf bis zu 2,3 Prozent steigen

Wenn sich Einnahmen und Ausgaben so entwickeln wie in der letzten Zeit, müssten die Kassen im Jahr 2020 von ihren Versicherten einen Zusatzbeitrag von durchschnittlich 2,2 bis 2,3 Prozentpunkten vom Bruttolohn verlangen, sagte Gaßner.

Derzeit liegt der Zusatzbeitrag, der auf den allgemeinen Beitragssatz von 14,6 Prozent aufgeschlagen wird, im Schnitt bei 0,9 Prozent. Bei einem Brutto-Monatslohn von beispielsweise 3000 Euro müssten die Versicherten dann monatlich rund 40 Euro mehr zahlen.

Weitere Informationen zu den Zusatzbeiträgen der gesetzlichen Krankenkassen finden Sie auch in den folgenden News:

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dap / Haufe Online Redaktion

Zusatzbeitrag, Beitragssatz, Krankenkasse