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12.10.2015 | Top-Thema Zeitwirtschaft mobil

Zeit und Zutritt per "Near Field Communication"

Kaba

Kapitel
Das Smartphone ist immer und überall dabei - per NFC können die Mitarbeiter so Zugang zu bestimmen Räumen bekommen.
Bild: MEV-Verlag, Germany

"Near Field Communication" (NFC) bietet eine neue, sichere Möglichkeit für die Zeiterfassung und Zutrittskontrolle in Unternehmen. Per Smartphone können die Mitarbeiter Türen öffnen oder ihre Arbeitszeiten erfassen. Auch das Bezahlen in der Kantine ist auf diesem Weg möglich.

Der Begriff "Near Field Communication" bezeichnet einen internationalen Funkstandard zur drahtlosen Datenübertragung. Dieser wurde mit dem Ziel entwickelt, einen schnellen und international etablierten Datenaustausch zu ermöglichen, der vor allem für Bezahlsysteme eingesetzt werden kann und unkompliziert ohne gesonderten Anmeldevorgang oder PIN-Eingabe funktioniert.

Die Technologie ermöglicht es, dass zwei NFC-fähige Geräte Daten austauschen können, wenn sie sich im Abstand von wenigen Zentimetern voneinander befinden. Ihren Durchbruch erfuhr die NCF-Technologie durch die Loslösung von der Kartentechnik und die Möglichkeit, diese mit dem Smartphone zu nutzen. So können NFC-fähige Smartphones und Tablets auch untereinander Daten übermitteln.

Bargeldloses Bezahlen in der Kantine

Das bargeldlose Bezahlen kleinerer Geldbeträge wird schon relativ häufig mit NFC-Technik angeboten, etwa bei Fahrscheinautomaten. Hier muss das NFC-fähige Smartphone oder eine mit dieser Technik ausgestattete Kreditkarte nur noch an den Automaten gehalten werden, um die Bezahlung abzuwickeln.

Die Sparkassen in Deutschland statten ihre EC-Karten seit 2011 mit einer NFC-basierten Bezahlfunktion aus. Auch der neue Personalausweis in Deutschland ist NFC-fähig. Einige deutsche Hochschulen haben ihre Studierendenausweise ebenfalls mit NFC-Chips ausgestattet, damit die Studierenden kleinere Beträge bargeldlos begleichen können. In asiatischen Ländern wird NFC bereits sehr häufig für Bezahldienste eingesetzt.

Vorteile von NFC gegenüber RFID und Bluetooth

NFC funktioniert ähnlich wie die RFID (Radio-Frequency Identification)-Technik, bei der mithilfe eines Lesegeräts ein Transponder ausgelesen wird, der sich zum Beispiel in einer Chipkarte befindet. Der RFID-Transponder ist meist passiv und wird erst aktiviert, wenn das Lesegerät in die Nähe gehalten wird. RFID wird häufig zur Zutrittskontrolle und Zeiterfassung in Unternehmen eingesetzt, aber auch beispielsweise in Skipässen.

Der Unterschied von NFC zu RFID und Bluetooth ist die deutlich kürzere Reichweite. Bei NFC ist, wie der Name schon impliziert, der Wirkungsbereich stark limitiert. Zehn Zentimeter maximal gelten als Entfernung für eine funktionierende Datenübertragung. Für die Zutrittskontrolle und die Zeiterfassung in Unternehmen bietet NFC damit eine erhöhte Datensicherheit.

Haufe Online Redaktion

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